Antisemitismusforschung wird gestärkt

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Das BMBF will mit mehr Antisemitismusforschung Präventionsarbeit leisten. (Foto: EvgeniT, pixabay.com)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit einer neuen Förderrichtlinie die Antisemitismusforschung in Deutschland stärken und in der deutschen Forschungslandschaft besser verankern. Dazu werden ab dem kommenden Jahr Forschungsverbünde gefördert.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) betont: “Die Bundesregierung kämpft entschlossen gegen jede Form von Hass, Rassismus und Antisemitismus. Mein Ministerium will noch stärker dazu beitragen, dass wir die Ursachen und die Erscheinungsformen von Antisemitismus besser verstehen. Wir müssen besser wissen, wo und wie er auftritt, worauf er zurückzuführen ist und wie wir ihn wirksam bekämpfen können. Forschung ist die Grundlage einer wirksamen Prävention.”

Deshalb soll die Antisemitismusforschung mit einer neuen Förderrichtlinie gestärkt werden. Etwa durch die Förderung von interdisziplinären Forschungsvorhaben, die praxisbezogene Untersuchung der Ursachen und Verbreitung von Antisemitismus und der Entwicklung geeigneter Gegenmaßnahmen. Das BMBF stellt zu diesem Zweck bis zu 12 Millionen Euro von 2021 bis 2025 bereit.

Der Beauftragte der Bunderegierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, ergänzt: “Die neue Forschungsförderrichtlinie ist ein wichtiger Baustein unserer Gesamtstrategie gegen Judenhass. Sie wird dazu beitragen, das Wissen über seine Entstehung und Verbreitung zu verbessern und zu vernetzen, sodass wir Antisemitismus noch gezielter bekämpfen können.”

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