Aufnahme minderjähriger Geflüchteter

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Vorerst dürfen bis zu 50 Minderjährige die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln verlassen, um nach Deutschland zu kommen. (Foto: isacjsin, pixabay.com)

Die Bundesregierung will bis zu 50 minderjährige Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufnehmen. Es handelt sich um Kinder, die entweder schwer erkrankt sind oder unbegleitet und unter 14 Jahren. Wie das Bundesinnenministerium (BMI) mitteilt, soll der Transfer nach Möglichkeit kommende Woche beginnen.

Die Aufnahme erfolgt im Rahmen einer europäischen Lösung. Die EU-Kommission koordiniert diesen Prozess unter Einbindung von EASO, UNHCR, UNICEF, IOM und den griechischen Behörden. Nach ihrer Ankunft sollen die Minderjährigen zunächst für zwei Wochen zentral in Quarantäne untergebracht werden, bevor sie auf die Bundesländer verteilt werden. Vor Deutschland hatte bereits Luxemburg zugesagt, zwölf unbegleitete Minderjährige aufzunehmen.

Insgesamt zehn EU-Staaten hatten sich bereiterklärt, minderjährige Migranten von den griechischen Inseln aufzunehmen. Allerdings wurden die Vorhaben vor dem Hintergrund der Corona-Krise vorläufig auf Eis gelegt. “Deutschland hat jedoch die klare Erwartungshaltung, dass die Zusage dieser Länder eingehalten wird”, heißt es aus dem BMI. Allerdings war auch hierzulande noch vor einem Monat im Beschluss des Koalitionsausschusses die Rede von 1.000 bis 1.500 Kindern und Jugendlichen, die aufgenommen werden sollen.

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