Digitallotse Wirtschaft 4.0 verlängert

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Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: "Mit den Digitallotsen bieten wir gerade den kleinen und mittleren Unternehmen im Land eine niederschwellige und wirksame Unterstützung bei der Digitalisierung." (Foto: © Martin Stollberg)

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg hat das Programm “Digitallotse Wirtschaft 4.0” bis Ende 2022 verlängert. Im Rahmen der “Initiative Wirtschaft 4.0” sollen nun Mittel in Höhe von 658.000 Euro in die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) fließen und diese bei Maßnahmen zur Digitalisierung unterstützen.    

Mit den Digitallotsen biete man kleinen und mittleren Unternehmen im Land eine niederschwellige Unterstützung bei allen Herausforderungen der Digitalisierung, so Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Der Bedarf sei hoch. Für die Unternehmen ginge es jetzt darum, in die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten einzusteigen und die Möglichkeiten neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) oder Blockchain für sich zu nutzen. Derzeit sitze man an der Ausarbeitung zielgruppenspezifischer Angebote. Aufgrund der Corona-Krise habe man dabei vermehrt auch digitale Lösungen im Blick. Hoffmeister-Kraut: “Die Digitallotsen können die Unternehmen aktuell gerade auch mit Online-Formaten wie virtuellen Sprechstunden und Webinaren bei relevanten Zukunftsthemen optimal unterstützen.” Insgesamt 658.000 Euro will das Ministerium bis Ende des Jahres 2022 für die digitale Unternehmensförderung im Land bereitstellen.

Breit gespanntes Fördernetz

2016 im Rahmen der “Initiative Wirtschaft 4.0” auf den Weg gebracht, bietet das Programm eine breitaufgestellte Basisunterstützung für KMU. Diese reicht von Informationsmaterialien über diverse Veranstaltungsformate, Workshops und Webinare bis hin zu individueller Einstiegsberatung. Gefördert wird in unterschiedlichen Formaten und in starker Abhängigkeit von der jeweiligen Branche. So bietet das Digitallotsen-Konzept des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Baden-Württemberg beispielsweise ein dreistufiges Programm, das in einem ersten Schritt über interaktive Fachworkshops und Best-Practice-Videos zu Digitalthemen informiert, um diese anschließend in Online-Kursen zu vertiefen. Den Abschluss markiert ein digitaler Check vor Ort.

Teil der Lotsenfunktion ist es auch, den Unternehmen einen Überblick über anschließende Unterstützungsleistungen zu verschaffen. Gegenwärtig sei die Digitalisierung das zentrale Werkzeug, um Wissen gezielt weiterzugeben, sagt Hoffmeister-Kraut. “In Verbindung mit weiteren Fördermaßnahmen in der Fläche des Landes wie den regionalen Digital Hubs, den KI-Labs sowie branchenspezifischen Unterstützungsangeboten etwa im Rahmen der Initiative ‘Handwerk 2025’ wollen wir den Unternehmen im Land auch in den kommenden Jahren eine umfassende Unterstützung beim Thema Digitalisierung bieten.”   

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