Erleichterungen für Tech Start Ups

0
820
Thomas Jarzombek: "Sinnvoller können Fördermittel aus unserem EXIST-Programm kaum eingesetzt werden." (Foto: © Tobias Koch)

Die Auswirkungen von COVID-19 auf die deutsche Wirtschaft sind verheerend. Betroffen sind vor allem Unternehmen, die nicht über die finanziellen Reserven verfügen, die Zeit der Krise zu überbrücken, zum Beispiel Start Ups. Um einem Gründersterben hierzulande vorzubeugen, plant das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des EXIST-Programms nun mit Erleichterungen für Start Ups der Tech-Branche. Eines von ihnen, das Tübinger Gründerteam “Impfkraft”, arbeitet derzeit an einer plattformbasierten Impfstofflösung gegen Corona.  

Gründerteams, die aktuell am Förderprogramm EXIST teilnehmen, soll in durch Corona verursachten Notlagen schnell und unbürokratisch geholfen werden, heißt es aus dem BMWi. So können Ausgründungsvorhaben, die am Ende ihrer Förderzeit stehen und deren Gründung durch die Krise gefährdet ist, mit einer Verlängerung um drei Monate rechnen. Derzeit kommen für einen solchen Antrag Projekte in Betracht, die Ende April bzw. Mai auslaufen würden. Thomas Jarzombek, Beauftragter des BMWi für Digitale Wirtschaft und Start Ups, erklärt dazu: “Wir wollen verhindern, dass vielversprechenden Gründungsvorhaben auf den letzten Metern die Luft ausgeht. Deshalb verlängern wir unbürokratisch die Laufzeit der Förderung um drei Monate. Sollte das nicht ausreichen, können wir auch noch einmal nachlegen.”

EXIST-Projekt “Impfkraft”

Eine Mittelaufstockung in Höhe von 1,3 Millionen Euro erhält das EXIST-Forschungsprojekt “Impfkraft” der Universität Tübingen, wo man derzeit an einer plattformbasierten Methode zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen Sars-CoV-2 arbeitet. Die Besonderheit: ein Multivektoransatz, der auch Mutationen des Virus neutralisieren könnte. Je eher ein wirksames Mittel gegen die Corona-Viren gefunden werde, desto mehr Menschenleben könnten gerettet werden, betont Jarzombek. Sinnvoller könne man Fördermittel des EXIST-Programms kaum einsetzen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here