Industrienatur als grünes Klassenzimmer

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Eins der fünf außerschulischen Lern- und Erlebnislabore soll im Landschaftspark Duisburg-Nord (Foto) entstehen. Foto: MichaelGaida, pixabay.com)

Der Regionalverband Ruhr (RVR), die Ruhr-Universität Bochum, die Bergische Universität Wuppertal und die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet starten ein außerschulisches Bildungsprojekt zur Industrienatur. Dabei werden fünf außerschulische, quartiersnahe Lern- und Erlebnislabore in der Metropole Ruhr aufgebaut.

Ziel dieser Umweltbildungsmaßnahme sei es, die spezielle Stadtnatur des Ruhrgebiets kennen, wertschätzen, pflegen und erhalten zu lernen. “Jungen Menschen unabhängig von Herkunft, Bildung und Einkommen die Möglichkeit zu eröffnen, die grüne Infrastruktur der Metropole Ruhr und ihren Beitrag zum Klimaschutz zu erfahren, ist uns ein wichtiges Anliegen,” betont Nina Frense, Beigeordnete des Bereichs Umwelt beim RVR. “Biodiversität, Inklusion und Interkultur werden bei diesem Bildungsprojekt für nachhaltige Entwicklung ganz eng miteinander verzahnt.”

Die fünf Labore sollen im Landschaftspark Duisburg-Nord, im Gleispark Frintrop in Oberhausen, an der Eickwinkelhalde in Essen, an der Kokerei Hansa in Dortmund und an der Halde Sachsen in Hamm entstehen. Areale, die sich überwiegend im Eigentum des RVR befinden. Für die Lernlabore sollen Container errichtet werden, in denen die Schülerinnen und Schüler vor Ort Experimente durchführen können. Begonnen werden soll in der ersten Projektphase mit maximal zehn Stützpunktschulen an den Standorten in Essen und Hamm. Im Laufe des Projektes sollen bis zu 35 Schulen mit über 3.000 Schülerinnen und Schülern teilnehmen können. Das Projekt ist auf 4,5 beziehungsweise fünf Schuljahre angelegt. Es wird zu 75 Prozent gefördert mit Mitteln des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und zu jeweils 12,5 Prozent durch Mittel des Landesumweltamtes sowie des RVR. Insgesamt stehen rund 2,75 Millionen Euro zur Verfügung.

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