#WirVsVirus: Umsetzungsphase gestartet

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Und losgelegt: Mit 130 ausgewählten Projekten geht der Hackathons #WirVsVirus nun in die Umsetzungsphase. (Foto: Free-Photos/pixabay.com)

Der unter Schirmherrschaft des Bundeskanzleramts stehende Hackathon #WirVsVirus geht in die nächste Runde: Nachdem mehr als 400 Initiativen dem Bewerbungsaufruf der Organisatoren gefolgt waren, hat eine Jury, bestehend aus 26 Expertinnen und Experten, die in ihren Augen vielversprechendsten 130 Projekte gekürt. Die Gewinner haben sich damit für den Solution Enabler, das Förderprogramm des Hackathons, qualifiziert. Mit seiner Hilfe sollen nun die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Projekte zeitnah zu realisieren.

Mit 130 ausgewählten Projekten ist diese Woche die Umsetzungsphase des Hackathons #WirVsVirus gestartet. Zum Auftakt gab Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, bekannt, sie sei zuversichtlich, dass die ausgewählten Lösungen einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten könnten. Bis dahin wird jedoch noch einige Zeit verstreichen. Viele Projekte lägen derzeit noch als Prototypen vor, erklären die Organisatoren. Kernanliegen des Enabler-Programmes sei darum, diese Phase schnellstmöglich hinter sich zu lassen und durch häufiges Testen und Anpassen zu gewährleisten, dass die Lösungen nun rasch in die Praxis kommen. Dafür setzt das Programm auf drei Bausteine:

Drei Förderbausteine definiert

Wöchentliche Sprints sollen garantieren, dass Austausch und Kommunikation unter den 130 projektführenden Teams verstetigt wird. Dafür werden diese in Gruppen eingeteilt, die sich an den zwölf definierten Handlungsfeldern – darunter beispielsweise medizinisches Equipment, mentale Gesundheit oder staatliche Aufgaben – orientieren. Für zusätzliche Unterstützung sorgt eine umfassende Versorgung mit Ressourcen und einschlägigem Knowhow, die über eine digitale Plattform abgerufen werden können. Den Organisatoren zufolge handelt es sich um einen kuratierten Pool von über 300 Expertinnen und Experten. Bliebe nur noch die Pilotierung: Um Synergien zu nutzen, sollen öffentliche und private Institutionen Zugang zu den laufenden Projekten erhalten und – im Falle einer Übereinstimmung – mit den passenden Prototypen zusammengeführt werden. Derart will man gewährleisten, dass an bestehende Lösungen angedockt werden kann.  

Komplementäre Matching Fonds

Zeitgleich mit dem Solution Enabler ist auch das Finanzierungsprogramm von #WirVsVirus angelaufen. Im Rahmen des Matching Fonds, ein Crowdfunding-Projekt, sollen schnell und unbürokratisch die notwendigen Mittel akquiriert werden, um die Teams während der Umsetzungsphase zu unterstützen. Durch diese Form der Ko-Finanzierung soll sichergestellt werden, dass die Gelder vor allem jenen Projekten zugutekommen, die ein breites gesellschaftliches Interesse auf sich vereinen. “Durch eine Einbindung von Crowdfunding nutzen wir ein partizipatives Instrument, das gleichzeitig Indikator für eine gesellschaftliche Relevanz ist”, so die Begründung der Organisatoren. Um zu gewährleisten, dass die Gelder nur jene Projekte erreichen, die tatsächlich in die Umsetzung starten, erfolgt die Ausschüttung erst beim Erreichen des Finanzierungsziels.

Der entsprechende Link zum Fundraiser findet sich hier.

Erste Förderpartner gefunden

Wie die Organisatoren außerdem bekannt gegeben haben, wurden inzwischen auch erste Förderpartner gewonnen. Mit finanziellen und zeitlichen Ressourcen der BMW Foundation Herbert Quandt, dem Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation sowie Google soll den projektführenden Teams die Arbeit erleichtert werden. Die Verantwortung für die Auswahl und inhaltliche Gestaltung der Lösungen liegt jedoch weiter bei den Organisatoren, bestehend aus ProjectTogether, Tech4Germany, Code for Germany, Impact Hub Berlin, SEND e.V., Initiative D21 und Prototype Fund.

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