Logistiker der Corona-Krise

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Zur Vorbereitung der logistischen Aufgaben richtete das THW den Stab zentrale Koordinierungsinstanz Logistik (St zKiL) ein. (Foto: BS/THW)

Um die Versorgung mit medizinischem Material und Schutzausrüstung sicherzustellen, beschaffte die Bundesregierung in der Corona-Krise die benötigten Produkte und Artikel zentral. Doch wie kommt das Material dorthin, wo es gebraucht wird?

Mit der Aufgabe der Organisation und Verteilung der zentral beschafften Infektionsschutzartikel an die verschiedenen Organisationseinheit der Bundesverwaltung betraute das Bundesinnenministerium (BMI) gemäß einem Beschluss des Krisenstabes der Bundesregierung das Technische Hilfswerk (THW). Dazu richtete das THW die zentrale Koordinierungsinstanz Logistik (zKiL) ein. Die Instanz ist in der THW-Leitung dem Leiter des Referats “Einsatz” zugeordnet und wird mit Personal aus dem Referat “Logistik” unterstützt.

In der zKiL übernehmen mehr als 20 ehren- und hauptamtliche Kräfte des Hilfswerks zusammen mit Speditionen den Transport aus den Zwischenlagern, die Erfassung der Artikel, die Kommissionierung und die Versendung innerhalb der Bundesverwaltung. Das THW weist nur den Teil zu, der für den Bund zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Staates vorgesehen ist. Die Verteilung der Schutzausrüstung erfolgt nach einem Schlüssel des Krisenstabs der Bundesregierung. An diesem Krisenstab ist das THW jedoch nicht beteiligt.

Aber nicht nur im zKiL wird das THW logistisch tätig. So werden im ganzen Bundesgebiet Proben für die Gesundheitsämter von Corona-Verdachtsfällen und einfache medizinische Ausstattungen, wie Betten, zur Erweiterung der Kapazitäten von Krankenhäusern transportiert.

Auch in Bayern verfügte Markus Söder (CSU), Ministerpräsident des Freistaates, dass alle für sein Bundesland vorgesehenen Lieferungen über das vom THW betriebene Zentrallager abgewickelt werden soll. Dies gelte nicht nur für die Lieferungen des Bundes, sondern auch für die Beschaffungen des Freistaates und der Kassenärztlichen Vereinigung. Nur so könne eine bedarfsgerechte Verteilung sichergestellt werden. Diese keinesfalls triviale logistische Aufgabe werde zur vollen Zufriedenheit erledigt, heißt es aus der bayerischen Staatskanzlei.

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