Neues Schulgesetz fördert digitales Lernen

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Das neue Schulgesetz in Rheinland-Pfalz sieht den zwingenden Einsatz digitaler Lehr- und Lernsysteme vor. (Foto: steveriot1, pixabay.com)

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat eine Neufassung des Schulgesetzes beschlossen. Die Änderung sieht unter anderem vor, dass Lehrkräfte auch mit digitalen Lehr- und Lernsystemen arbeiten müssen.

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig erklärt dazu: “Wir schaffen ein modernes Schulgesetz, das unserem heutigen Demokratieverständnis und erstmals auch unserer digitalisierten Gesellschaft Rechnung trägt. Mit dem neuen Gesetz haben wir eine Bestimmung aufgenommen, dass Schule zur Erfüllung ihres Bildungsauftrags auch digitale Lehr- und Lernsysteme sowie Netzwerke nutzt. Damit haben wir festgelegt, was in vielen unserer Schulen bereits seit dreieinhalb Wochen Realität ist: das Lehren und Lernen mittels digitaler Plattformen.” Auch die Schulverwaltung soll digital werden. Das Gesetz legt fest, dass alle öffentlichen Schulen künftig ein landeseinheitliches Schulverwaltungsprogramm einsetzen. Dieses werde unter anderem für die Erstellung der amtlichen Schulstatistik genutzt.

Zudem wurde eine Vereinbarung zwischen dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium und den kommunalen Spitzenverbänden getroffen, um auch während der Zeit der Schulschließungen allen Schülerinnen und Schülern das digitale Lernen zu ermöglichen. Digitale Endgeräte, die eigentlich für den Einsatz in den Schulen bestimmt sind, können von den Schulen nun schnell und unbürokratisch an Schülerinnen und Schüler aus finanziell benachteiligten Familien ausgeliehen werden. “Land und Kommunen tun sich damit zusammen, um gemeinsam für mehr Chancengerechtigkeit beim digitalen Lernen zu sorgen”, heißt es aus dem Bildungsministerium. Das Haftungsrisiko für etwaige Schäden übernimmt das Land.

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