Dr. Markus Richter wird neuer Bundes-CIO

0
2144
Der Vizepräsident des BAMF, Dr. Markus Richter, wird zum neuen Monat IT-Beauftragter der Bundesregierung. In dieser Rolle beerbt er Klaus Vitt. (Foto: BS/Dombrowsky)

Der bisherige Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Dr. Markus Richter, wird neuer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI) und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik. Richter wird damit zum Mai Nachfolger von Klaus Vitt, der das Amt seit Oktober 2015 inne hatte und sich zum 30. April in den Ruhestand verabschiedet.

Mit Richter, der von seinem Vorgänger nicht nur das Amt, sondern auch den diesjährigen Vorsitz im IT-Planungsrat übernimmt, folgt ein promovierter Jurist auf den Informatiker Vitt. Nach dem Abschluss seines Studiums der Rechtswissenschaften mit Aufenthalten in Nairobi sowie Vancouver sowie seiner Promotion zum Dr. jur. an der Universität Münster schloss Richter sein juristisches Referendariat im Jahr 2004 mit dem zweiten Staatsexamen ab und wechselte anschließend ins BAMF. Als Referent gestartet, war er in der Migrationsbehörde in den verschiedensten Bereichen aktiv, beispielsweise “im Personalwesen, in der Organisation, im Büro des Präsidenten sowie in den Grundsatzfragen der Integration und Migration”, so die Behörde zu seinem Werdegang. Nachdem er das BAMF bis in das Jahr 2018 als Abteilungsleiter IT und Infrastruktur auf digitalem Wege durch die Migrationswelle gesteuert hatte und im Zuge dessen als Europäischer CIO des Jahres 2017 ausgezeichnet wurde, stieg er im Herbst 2018 zum Vizepräsidenten der Behörde auf.

Kooperation als zentrales Anliegen

Der Münsteraner setzte sich zudem für die Zusammenarbeit der Behördenlandschaft bei der Verwaltungsdigitalisierung ein. So war er maßgeblich an der Gründung des silobrechenden Verwaltungsnetzwerk “NExT” beteiligt, das er gemeinsam mit Mitstreitern aus Auswärtigem Amt, Finanzministerium und anderen öffentlichen Akteuren im Rahmen des Digitalen Staates 2018 erstmals vorgestellt hatte. Mit einer guten Handvoll Häuser gestartet, zählt das Netzwerk inzwischen rund 30 Mitglieder.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here