Drohnen bei BOS willkommen

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Unbemannte Fluggeräte (Foto) werden von vielen Angehörigen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sehr geschätzt. Denn sie bieten ihnen zahlreiche neue Möglichkeiten. (Foto: BS/Fabian Horst, Public Domain Mark 1.0, www.flickr.com)

Erkundung aus bisher unmöglichen Perspektiven oder schnelle Informationen zur Lagebeurteilung, ohne das eigene Personal zu gefährden – die neue Technologie Drohnen ist auch im täglichen Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften angekommen und wird von den Einsatzkräften äußerst positiv bewertet. Dies zeigt eine aktuelle Trendumfrage des Behörden Spiegel zusammen mit der Droniq GmbH.

Ob Waldbrand, Vermisstensuche oder polizeilicher Einsatz: Unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aircraft Systems, UAS) liefern Informationen, die Einsatzkräften am Boden nicht ohne Weiteres zugänglich sind. Dabei sind sie schneller einsatzbereit und kostengünstiger als ein Hubschrauber. Aber welche Organisation im Bereich der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) nutzt das Werkzeug Drohnen aktuell? Und für welche Einsatzzwecke? Wie bewerten die Einsatzkräfte Drohnen? Taugen sie für den Regelbetrieb? Was müsste noch passieren, damit Drohnen zum regulären Einsatzgerät werden?

Rund 100 Beteiligungen an Umfrage

Um Antworten auf diese Fragen zu finden und ein aktuelles Stimmungsbild einzufangen, hat der Behörden Spiegel zusammen mit der Droniq GmbH – einem Gemeinschaftsunternehmen der DFS Deutsche Flugsicherung und der Deutschen Telekom – eine Umfrage durchgeführt. Beteiligt haben sich knapp über 100 Personen, hauptsächlich aus den Bereichen Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Polizei, die sich mit der Thematik UAS beschäftigen.

“Die Umfrage hat uns vor allem gezeigt, dass Drohnen bei den Einsatzkräften angekommen sind – über 60 Prozent nutzen UAS regelmäßig als professionelles Werkzeug im Rahmen ihres Einsatzes”, sagt Thilo Vogt, Leiter Vertrieb und Business Development bei Droniq. Bei der Befragung handle es sich nicht um eine repräsentative Studie.

Sie zeige aber einen Trend auf. Genutzt würden Drohnen fast ausschließlich für Video-, Foto- und Wärmebildaufnahmen – der Transport von Material per Drohne sei für Einsatzkräfte noch kaum relevant.

Kaum Flüge in Höhen von mehr als 100 Metern

Auch bei der Wahl des Fluggeräts zeigt die Umfrage ein klares Bild: 96 Prozent der Befragten nutzen Multirotorsysteme wie Quadro- oder Hexacopter. Andere Systeme wie Kipp- oder Starrflügler scheinen ebenfalls bislang noch keine Relevanz zu haben. Über 60 Prozent der Befragten haben bis zu fünf Geräte im Einsatz, die sie monatlich oder sogar wöchentlich nutzen – und das bereits länger als ein Jahr. Die meisten Drohnen (63 Prozent) fliegen im Einsatz im Bereich von 50 bis 100 Metern oder tiefer (33 Prozent). Flüge über 100 Metern scheinen für den Einsatz nicht nötig zu sein.

Zudem fliegt der Großteil (88 Prozent) aktuell innerhalb der Sichtweite – der Steuerer behält das Fluggerät während des Einsatzes immer im Auge. Etwa die Hälfte muss den Einsatz mit bemanntem Verkehr wie einem Rettungshubschrauber koordinieren. Dies erfolgt in den meisten Fällen per Funk beziehungsweise Telefon über eine Leitstelle.

Die Autorin des Gastbeitrags ist Michaela Sankowsky, Droniq GmbH.

Den kompletten Artikel lesen Sie auf Seite 40 der aktuellen Ausgabe des Behörden Spiegel.

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