Niedersachsen stockt Fördertopf für Home-Office auf

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Mit weiteren 15 Millionen Euro soll das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen Unternehmen des Landes bei der Digitalisierung unter die Arme greifen. (Foto: PIX1861/pixabay.com)

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen auf unternehmerische Bedürfnisse in Zeiten der Corona-Krise angepasst. Ab sofort können nun auch explizit Anträge auf Bezuschussung für die Anschaffung von technischem Equipment in den Bereichen Home-Office, Videokonferenz und Telemedizin gestellt werden. Dafür stellt das Wirtschaftsministerium Fördergelder in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro in Aussicht.

Wer digital arbeite, einen Webshop besitze oder seinen Mitarbeitern Home-Office ermöglichen könne, stehe zukunftssicherer da als ohne entsprechendes technisches Equipment, so der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann. Bereits vor COVID-19 habe man mit Digitalbonus Niedersachsen ein Förderprogramm aufgelegt, dass gezielt kleinen und mittleren Unternehmen bei Digitalisierungsbestrebungen unter die Arme greife. Infolge der Pandemie hätten sich aber spezielle Bedarfe herauskristallisiert, zumal in den Bereichen Home-Office-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik, die nun im Rahmen des Programms bei getätigten Investitionen mit bis zu 10.000 Euro bezuschusst würden. “Nun können Unternehmen den Zuschuss auch für Technik beantragen, die sie in der Corona-Krise ganz besonders brauchen”, sagt Althusmann. Um sicherzustellen, dass die Hilfe schnell dort ankomme, wo sie benötigt werde, habe man das übliche Prozedere entschlackt. So müssten Antragsteller nicht erst auf den Förderbescheid warten, sondern könnten sofort mit entsprechenden Beschaffungsmaßnahmen beginnen.

Programm stark nachgefragt

Laut Angaben des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums wurden seit September vergangenen Jahres rund 1.850 Anträge eingereicht, knapp 1.300 davon wurden bisher mit einem Gesamtvolumen von 10,5 Millionen Euro gefördert. Aufgrund der hohen Nachfrage habe sich schon zum Jahresanfang abgezeichnet, dass die eingeplanten 15 Millionen Euro zum Sommer erschöpft sein würden. Dem wolle man nun mit einer Aufstockung um weitere 15 Millionen Euro begegnen, so Althusmann.

Beantragt werden kann der Digitalbonus Niedersachsen ab einer Mindestinvestitionshöhe von 5.000 Euro bei der NBank. Für kleine Unternehmen beträgt der Zuschuss bis zu 50 Prozent, mittlere Unternehmen können mit bis zu 30 Prozent rechnen.

In seiner Mai-Ausgabe wird sich der Behörden Spiegel den Themen Home-Office und Videokonferenztechnik im Öffentlichen Dienst im Rahmen eines Sonderteils widmen.

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