Neues Handbuch zur Resilienz in der Krise

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Das neue Handbuch soll der Verwaltung helfen, eine bessere Resilienz für Krisensituationen aufzubauen. (Covergrafik: Code for Germany)

Die Plattform Code for Germany hat im Anschluss an den Hackathon #wirvsvirus ein Handbuch entwickelt und nun herausgebracht, das der Verwaltung die richtigen Schritte vorgeben soll, um auch in großen Notfallsituationen wie der Corona-Krise ihre Handlungsfähigkeit zu erhalten. Einen besonderen Fokus richtet das Handbuch auf die kommunale Verwaltungsebene.

In dem Leitfaden soll dargelegt werden, vor welchen Herausforderungen Verwaltungen in der Krise stehen. Zu jeder Hürde geben die Autoren anschließend “konkrete Handlungsempfehlungen, wie sie ihre dringend benötigten Dienste für die Bürger*innen aufrecht erhalten und krisenbedingt anpassen können”. Wichtig für die Zukunft sei dabei vor allem, dass jede neu eingeleitete Maßnahme bereits mit Blick auf mögliche neue Krisen entwickelt werden soll. Dies bedeute unter anderem, “dass die Weiterverarbeitung von Daten und die Nachnutzung von Anwendungen sichergestellt werden muss. Open Data und Open Government, das sind die Kernprinzipien mit denen Verwaltungen auf Dauer selbstständig und bestimmt agieren können.” Zentraler Punkt dabei sei, dass die Verwaltungen in der Bundesrepublik ihre eigenen IT-Kompetenzen sukzessive ausbauen müssten.

Aber nicht nur die Verwaltung, sondern auch die digitale Zivilgesellschaft soll mit dem Handbuch angesprochen werden. Denn erklärtes Ziel soll es sein, “gemeinsam an krisenresilienten Verwaltungsstrukturen zu arbeiten und die dafür erforderlichen Maßnahmen in den Bereichen Offene Daten, Freie und Offene Software und Schnittstellen, Offene Lizenzen hin zu Open Government umzusetzen”, erklärt Code for Germany in einem Blogeintrag zu dem Handbuch.

Code for Germany, das als Programm der Open Knowledge Foundation Deutschland entstanden ist und sich dafür einsetzt, “Entwicklungen im Bereich Transparenz, Open Data und Civic Tech in Deutschland zu fördern”, will die Expertise seines Netzwerks zur Verfügung stellen, um so dabei zu helfen, sich zukünftig besser auf Krisenlagen vorbereiten zu können. Diese Hilfe erfolgt in direkter Verbindung mit einer Forderung für die nahe und entferntere Zukunft: “Damit die Civic-Tech-Community die Verwaltungen aber auch weiterhin – auch außerhalb von Hackathons – unterstützen kann und eine nachhaltige gute Zusammenarbeit gelingt, fordern wir in diesem Zusammenhang eine Grundsatzförderung von zivilgesellschaftlichem Engagement durch die öffentlichen Hand.”

Das nun veröffentlichte Handbuch kann – und soll ausdrücklich – mit Stadtverwaltungen und anderen Akteuren geteilt werden. Die Autoren erhoffen sich einen Austausch zum Thema und wollen in den nächsten Wochen selbst an einige Akteure der öffentlichen Verwaltung mit ihrem Buch herantreten.

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