WSV: Sechs Projekte im PB-Modell

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Beim Neubau der Schleuse Kriegenbrunn am Main-Donau-Kanal werden teilweise Planungs- und Bauleistungen von einem einzigen Auftragnehmer erbracht. (Foto: BS/WSV.de)

Bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) werden aktuell sechs Pilotprojekte durchgeführt, bei denen Planung und Bau (PB-Modell) aus einer Hand erfolgt. Klar ist, dieses Modell eignet sich nur für Großprojekte.

Das PB-Modell sieht eine stärkere Einbindung der Bauwirtschaft in den Planungsprozess vor, um Beschleunigungseffekte zu erzielen. “Bei entsprechender Leistungsfähigkeit und Qualifikation des Auftragnehmers und optimalem Verlauf könnte die Anwendung des PB-Modells Vorteile in der Bauabwicklung durch Reduzierung von Streitfällen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer haben”, heißt es seitens des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auf eine kleine Anfrage der FDP im Bundestag (Drucksache 19/18327).

Bei den Infrastrukturvorhaben im Bereich der Wasserstraßen handelt es sich um den Bau eines Trockendocks für Schleusentorinstandsetzungen in Brunsbüttel, ein Spundwand-/Pollersanierungsprogramm im Westdeutschen Kanalnetz, den Neubau des Wehres Wieblingen (Neckar) sowie Teilleistungen des Neubaus der Schleuse Kriegenbrunn (Main-DonauKanal).

Darüber hinaus werden zwei weitere Maßnahmen im Hochbau umgesetzt: Einerseits der Neubau eines Betriebsgebäudes in Brunsbüttel (Nord-Ostsee-Kanal) und andererseits der Neubau Außenbezirk und Leitzentrale Kachlet (Donau).

Anhand der gemachten Erfahrungen sollen Kriterien für eine Vergabe von PB-Modellen erarbeitet werden. Doch schon jetzt zeige sich, dass auch in Zukunft der Aufwand für die Vergabe nur bei Großprojekten zu rechtfertigen sei.

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