Bundesregierung will Aufbau der digitalen Infrastruktur vereinfachen

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Geht es nach der Bundesregierung, muss die Infrastruktur für den Breitbandausbau nicht immer im Boden liegen, sondern kann auch oberirdisch verlaufen. (Foto: BS/vdugrain/www.pixabay.com)

Um die Kosten für den Breitbandausbau zu verringern und gleichzeitig Bauzeiten zu verkürzen, bringt die Bundesregierung alternative Verlegemethoden ins Spiel. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag zum Thema, welche Methode zur Verlegung von Glasfaserinfrastruktur nach Auffassung der Bundesregierung am geeignetsten erscheine, um einen kostengünstigen und flächendeckenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Deutschland zu gewährleisten, empfiehlt die Regierung unter anderem eine Verlegung der Kabeltrassen in geringerer Verlegetiefe als bislang, damit so “die Tiefbaukosten, die den überwiegenden Teil der Kosten des Ausbaus ausmachen, verringert und gleichzeitig die Bauzeiten verkürzt werden könnten.”

Neben der Verlegung der Infrastruktur in geringeren Tiefen sieht die Bundesregierung auch die stärkere Nutzung oberirdischer Verlegungswege der Telekommunikationslinien als sinnvolle Alternative an, um eine bessere Zeit- und Kosteneffizienz zu erreichen: “Jede Verlegemethode hat eigene Beschränkungen und Einsatzszenarien, die insbesondere von der Oberflächenbeschaffenheit, den bestehenden Infrastrukturen und der Länge der zu verlegenden Strecke abhängen”, so die Regierung in ihrer Antwort. An welcher Stelle nun welche Technik vorzugsweisen Einsatz finden könne und sollte, richte sich daher nach den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort und sei mit dem zuständigen Träger der Wegebaulast abzustimmen.

Mittelabfluss steigt spürbar

Nach Angaben der Bundesregierung standen im Jahr 2019 für das Breitbandförderprogramm des Bundes Mittelansätze im Haushaltsplan in Höhe von 74,66 Millionen Euro zur Verfügung. Der Mittelansatz sei durch Ausgabereste aus Vorjahren in Höhe von 912,14 Millionen Euro verstärkt worden. Positiv entwickelt hat sich der Vorlage zufolge der Mittelabfluss, der bei insgesamt 467 Millionen Euro liegt. Allein im Haushaltsjahr 2019 seien 285,41 Millionen Euro abgeflossen. Bis zum 5. März 2020 seien es 32,91 Millionen Euro gewesen und damit schon mehr als im gesamten Jahr 2017. Damals waren lediglich rund 22,45 Millionen Euro abgeflossen; 2016 sogar nur 5,29 Millionen. Erst 2018 kam langsam Bewegung in die Angelegenheit – damals flossen 121,17 Millionen Euro ab.

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