Corona-App: Bundesregierung setzt jetzt auf dezentrale Lösung

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Nun doch dezentrale Datenverarbeitung. Die Bundesregierung will bei der geplanten Corona-Tracing-App auf Schnittstellen von Apple und Google zurückgreifen. (Foto: r. nial bradshaw, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Nach viel Kritik und Unklarheit beim Kurs zur Corona-Tracing-App favorisiert die Bundesregierung nun ein dezentrales Konzept zur Nachverfolgung von Verbreitungswegen des Virus. Der bisher unterstützte Ansatz der Initiative PEPP-PT scheint damit vom Tisch.

Stattdessen soll nach Vorstellung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Kanzleramtsminister Helge Braun (beide CDU) eine App angeboten werden, die Programmierschnittstellen der Hersteller von mobilen Betriebssystemen nutzt. Apple und Google arbeiten derzeit bereits an entsprechenden Lösungen. Smartphones sollen über diesem Wege herstellerübergreifend und dezentral Identifikationsnummern austauschen können. Die Datenverarbeitung erfolgt dann dezentral und anonym.

Eine zentrale Lösung wie zuletzt bei PEPP-PT angedacht, war zuvor von Datenschützern und Wissenschaftlern kritisiert worden.

Heinrich-Hertz-Institut zieht sich zurück

Bisher sollte eine nationale App durch das Heinrich-Hertz-Institut entwickelt werden. Dieses hatte auch schon das PEPP-PT-Konzept mit der Bundeswehr getestet. Jetzt soll das Projekt aber an einen anderen Träger übergeben werden.

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