“Tornados” aus Jordanien abgezogen

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Ein "Tornado" aus Büchel startet in Jordanien. (Foto: BS/Bundeswehr, PAO Counter Daesh)

Seit Anfang April sind die deutschen Aufklärungs-“Tornados” zurück aus Jordanien. Vier Jahre lang lieferten die Bundeswehr-Jets Luftbilder aus Syrien und dem Irak im Kampf gegen die sunnitische Terrormiliz des sog. “Islamischen Staates” (IS). Rund 114.000 Luftbilder aus 2.500 Einsatzflügen mit 7.500 Flugstunden waren der Beitrag des deutschen Einsatzkontingentes zur US-Operation “Inherent Resolve”. Für die deutschen Anteile ist dieser Einsatz unter dem Missionsnamen “Counter Daesh” gelaufen.

Seit Januar 2016 leisteten die “Tornados” der Taktischen Luftwaffengeschwader (TaktLwG) 51 “Immelmann” aus dem schleswig-holsteinischen Jagel und 33 aus dem rheinland-pfälzischen Büchel ihren Dienst im Nahen Osten. Zuerst flogen sie vom südanatolischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik aus. Wegen eines Streits mit der Regierung in Ankara um Besuchsrechte von Bundestagsabgeordneten bei den deutschen Soldaten wurde das Bundeswehr-Kontingent aus der Türkei abgezogen und zum Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti im zentraljordanischen al-Azraq verlegt.

Als erstes wurde ein zuvor von Incirlik aus operierende Tankflugzeug vom Typ Airbus A310 MRTT (“Multi-Role Transport Tanker”) im Juli 2017 in Jordanien stationiert. Die Luftbetankung werden deutsche Tankflugzeuge für die internationalen Partner noch bis Ende Oktober 2020 leisten.

Die “qualitativ hochwertigen Bilder” der “Tornado”-Besatzungen hätten “wesentlich zur Verdichtung des Lagebildes über den Islamischen Staat und damit erheblich zu dessen Bekämpfung beigetragen”, erklärt Oberst Kristof Conrath. Er ist ehemaliger Kontingentführer der Mission “Counter Daesh” und Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 “Immelmann”.

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