Wiederaufnahme des Lehrbetriebs

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Die Lehrgangsgröße soll 12 Personen nicht überschreiten. (Foto: BS/Goodfreephotos_com, pixabay.com)

Im Zuge der Eindämmungsmaßnahmen des Corona-Virus und der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehren stellten im gesamten Bundesgebiet die Landesfeuerwehrschulen ihren Lehrbetrieb ein. Nun nimmt Nordrhein-Westfalen den Lehrbetrieb an seiner Landesfeuerwehrschule, dem Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF), eingeschränkt ab dem 4. Mai wieder auf.

Konkret startet Anfang Mai die Berufsausbildung für den gehobenen Dienst. Rund 200 Kräfte befänden sich derzeit in verschiedenen Stadien der Ausbildung. Es sei besonders wichtig, diese Ausbildungen wieder ins Laufen zu bringen, so der Direktor des IdF, Berthold Penkert. Das erarbeitete Konzept orientiere sich stark an den Maßnahmen aus dem schulischen Bereich. Es soll eine Aufteilung der Lehrgänge auf maximal zwölf Personen stattfinden. Diese 12er Gruppen werden zudem angehalten, sich nicht mit anderen Gruppen zu vermischen. Zudem werden Teile der praktischen Ausbildung durch theoretische Formate und Planspiele ersetzt. Da man aber nicht nur Theoretiker ausbilden möchte, seien Teile der praktischen Ausbildung unerlässlich, so Penkert. Dabei setze man bei klassischen Situationen wie dem Fahren auf dem Wagen auf das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.

Keine Ausbildung ehrenamtlicher Kräfte

Zusätzlich setze man auf ein Abstandskonzept bei der Ausbildung am IdF. Bei einer Kapazität von 300 Plätzen bildet das IdF nur 120 Person gleichzeitig aus. Es werden nur noch Einzelzimmer vergeben und in der Kantine, die normalerweise 300 Sitzplätze umfasst, können nur 70 Personen gleichzeitig essen. Dabei setzt man auch auf einen Schichtbetrieb. Sorge macht Penkert jedoch, dass momentan die Ausbildung der ehrenamtlichen Kräfte unterbrochen ist. Viele Führungskräfte würden in den Ruhestand gehen und neue Kräfte müsste auch bei den Freiwilligen Feuerwehren ausgebildet werden. Dazu sei man aber mit der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) und dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) im Gespräch, um eine Lösung zu finden.

Neben dem IdF plant auch die Feuerwehrschule in Hamburg und in Schleswig-Holstein die Aufnahme des Lehrbetriebs am 4. Mai. Andere Landesfeuerwehrschulen haben weiterhin ihren Betrieb eingestellt und wollen die Entscheidung zur Wiederaufnahme in den kommenden Wochen treffen.

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