Anfragen bis Ende 2021 stellen

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Forderte die Bürger auf, Anfragen an den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) möglichst bis Ende kommenden Jahres zu stellen: DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. (Foto: BS/Henning Schacht, DRK)

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft die Bürger dazu auf, Anfragen zum Verbleib von im Zweiten Weltkrieg vermissten Angehörigen spätestens bis Ende kommenden Jahres zu stellen. Denn Ende 2023 werde der DRK-Suchdienst die Bereitstellung von Informationen zum Verbleib vermisster Wehrmachtssoldaten, Zivilisten, Kriegsgefangener, Zivilinternierter oder Kindern, die durch Flucht und Vertreibung von ihren Familien getrennt worden sind, beenden. Das erklärte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Die entsprechende Aufgabe werde bis dahin noch vom Bund finanziert. Die Vereinbarung zur Beendigung sei zwischen DRK und Bundesinnenministerium (BMI) geschlossen worden. Im Rahmen eines Datentransfers hat der DRK-Suchdienst seit 1992 aus russischen Archiven rund zwei Millionen Kriegsgefangenen- und Interniertenakten sowie rund fünf Millionen Karteikarten der sogenannten Kriegsgefangenenkartei aus dem Russischen Staatlichen Militärarchiv erhalten. Deren Auswertung könne auch heute noch zu neuen Erkenntnissen für suchende Angehörige führen, sagte Hasselfeldt.

Im vergangenen Jahr haben 10.091 Personen Anfragen an den DRK-Suchdienst im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg gestellt. Im Jahr zuvor waren es rund 9.000. Der DRK-Suchdienst wird seit 1953 institutionell vom BMI gefördert. Die Bearbeitung von Suchanfragen durch Flüchtlinge, die den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben, wird auch nach 2023 fortgesetzt.

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