“Bundestags-Hack”: Tatverdächtiger identifiziert

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Über Umwege waren Angreifer 2015 in die IT-Systeme des Deutschen Bundestages eingedrungen. Von Anfang an wurden russische Hacker verdächtigt. Nun ist ein mutmaßlicher Täter identifiziert.(Foto: LoboStudioHamburg, www.pixabay.com)

Der Generalbundesanwalt hat beim Bundesgerichtshof einen Haftbefehl gegen den Russen Dmitriy Badin erwirkt. Der 29-Jährige wird verdächtigt, in entscheidender Funktion am Cyber-Angriff auf IT-Systeme des Deutschen Bundestages 2015 beteiligt gewesen zu sein.

Beim sogenannten “Bundestags-Hack” hatten die Täter zunächst über gefälschte E-Mails Rechner einzelner Bundestagsabgeordneter übernommen und sich von dort weiter durch die IT-Systeme bewegt. Über 16 Gigabyte an Daten waren gestohlen worden. Die Aktion wurde der Hacker-Gruppe “Fancy Bear”, auch bekannt als APT28, zugeschrieben. Diese soll Verbindungen zu russischen Nachrichtendiensten haben. Der Tatverdächtige Badin soll sogar direkt für den Militärgeheimdienst GRU arbeiten.

Er wird ebenfalls verdächtigt, an Angriffen auf die Demokratische Partei in den USA und auf die Welt-Anti-Doping-Agentur im Jahr 2016 beteiligt gewesen zu sein. In diesen Fällen wurde bereits 2018 Anklage erhoben.

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