Bisher keine Einigung

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Ein Reisepass (Foto) ist in Deutschland keine Pflicht. Gleiches gilt bisher auch für einen diskutierten Corona-Immunitätsausweis. Dieser ist aber noch "Zukunftsmusik". (Foto: Tim Reckmann, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Innerhalb der Bundesregierung wird über seine Einführung diskutiert. Aus den Ländern aber kommt zum Teil Ablehnung. Die Rede ist vom Immunitätsausweis im Zuge der Corona-Pandemie.

Kritisch äußert sich etwa Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Sie sagt: “Ich halte die Einführung eines COVID-Immunitätsausweises aus mehreren Gründen für falsch. Erstens liegen bisher keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über die Dauer einer etwaigen COVID-19-Immunität vor. Möglicherweise motiviert ein solcher Ausweis zudem einige Menschen dazu, sich absichtlich mit Coronaviren zu infizieren, um die Vorteile einer bescheinigten Immunität nutzen zu können.” Die Zahl der Fälle könnte damit in sehr kurzer Zeit stark ansteigen. Für vulnerable Personengruppen stelle eine solche Regelung sogar eine doppelte Benachteiligung dar: Einerseits durch das Risiko schwerer Krankheitsverläufe, andererseits durch Ausgrenzung aus dem gesellschaftlichen Leben, so Kalayci weiter.

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