“Brückenlösung” für “Tornado”-Nachfolge?

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Boeing zeigte auf der letzten ILA Berlin Air Show 2018 unter anderem mit dieser F/A-18E "Super Hornet" der U.S. Navy Flagge – allerdings nur als "Static Display". (Fotos: BS/Portugall)

Laut Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) will die Bundeswehr ab 2025 mit der Beschaffung eines Nachfolgers für das Mehrzweck-Kampfflugzeug “Tornado” der 4. Generation beginnen. Demnach sollen zwei Drittel aus Europa (Eurofighter) und ein Drittel aus den USA (“Super Hornet”) gekauft werden – beide aus der Kampfflugzeug-Generation “4+”. Seit rund 40 Jahren fliegt die hiesige Luftwaffe den MRCA (“Multi-Role Combat Aircraft”) “Tornado”, der von Deutschland, Großbritannien und Italien entwickelt worden ist.

Der vom BMVg erarbeitete Gesamtvorschlag sieht vor, bis zu 93 Eurofighter der neuesten Tranche für die Bundeswehr zu beschaffen. Spezielle Fähigkeiten im Rahmen der “nuklearen Teilhabe” der NATO und für den luftgestützten elektronischen Kampf (EloKa) sollen interimsweise durch einen weiteren Flugzeugtyp von Boeing ersetzt werden: 30 F/A-18E/F “Super Hornets” (nukleare Teilhabe) und 15 EA-18G “Growlers” (EloKa).

Das geplante europäische Kampfflugzeug der 6. Generation, an dem sich bisher Deutschland, Frankreich und Spanien beteiligen und das in das Konzept “Future Combat Air System” (FCAS) eingebunden werden soll, wird sicher nicht vor 2040 zur Verfügung stehen – wenn überhaupt. Seit geraumer Zeit ist das BMVg daher auf der Suche nach einer “marktverfügbaren Brückenlösung”. Die Zeit drängt: “Für einen bruchfreien Fähigkeitserhalt muss mit der Beschaffung ab 2025 begonnen werden”, heißt es aus dem Verteidigungsministerium. Dabei soll aber die FCAS-Entwicklung nicht gefährdet werden. Auswahlentscheidung und parlamentarische Behandlung der “Tornado”-Nachfolge werden aber nicht vor der nächsten Legislaturperiode erfolgen.

Das Bekanntwerden der “Brückenlösung”-Planung des BMVg stieß beim Koalitionspartner auf heftige Kritik. Dr. Fritz Felgentreu, SPD-Obmann im Verteidigungsausschuss des Bundestages, brachte daraufhin die F-35A “Lightning II” (5. Generation) von Lockheed Martin – das aktuell modernste Mehrzweckkampfflugzeug auf dem Weltmarkt – wieder ins Gespräch. Gegen die F-35 stemmt sich jedoch Frankreich, weil es – sicher nicht zu Unrecht – befürchtet, dass dann Deutschland vom FCAS-Projekt abspringen könnte. Erschwerend kommt hinzu, dass Großbritannien, Italien und Schweden an einem europäischen Konkurrenzmodell der 6. Generation

2 Kommentare

  1. Selbst in den USA gibt es genügend Stimmen die die F-35 als gescheitertes Projekt betrachten. Wirklich interessant ist da doch nur der Senkrechtstarter. Wahrscheinlich wäre es das Vernünftigste, die SEAD/DEAD/ECR Aufgabe komplett FCAS und Eurofighter Typhoon zu übertragen und stattdessen ein Modell zu kaufen das gerade gut nachgefragt wird, die F15 in ihren Advanced Versionen. Damit hätte man einen echten (Bomb)Truck mit guten Selbstverteidigungsfähigkeiten gegen Radarstellungen wie auch feindliche Kampfflugzeuge. Und Langstrecken Luftraumüberwachung könnte man damit eben auch fliegen. Mich würde ja interessieren warum man auf die Growler so heiß ist….

  2. Herr Dr. Fritz Felgentreu hat vollkommen recht.
    Alle Europäischen Partnerländer in der nuklearen Teilhabe fliegen ,oder bekommen die supermoderne F35. Für Deutschland würde ein Geschwader mit 15 Flugzeugen diesen Typs ausreichen und man hätte eine langfristige Lösung. Ausbildung Logistik etc. könnte man mit unsere europäischen Partnern betreiben. Außerdem könnten dann 30 Eurofighter mehr (über 120 Stck.) gekauft werden, was Airbus langfristig zu gute kommt. Die ALTE F18 fliegt in Europa (Schweiz) bald keiner mehr und wäre ein Milliardengrab, ein BETRUG am Deutschen Steuerzahler , an unseren Piloten die in Einsätzen ihr Leben riskieren ,und ein Recht auf die beste Technik haben , und an unseren europäischen Partnern in der NT.
    Mann muss JETZT das beste kaufen, und keine faulen Kompromisse machen.
    Außerdem werden sich das FCAS (Deutschland,Frankreich,Spanien)und das
    Tempest Programm (Großbritannien,Italien,Schweden) zusammenschliessen müssen, ansonsten droht Ihnen das gleiche Schicksal wie dem europäischen schweren Transporthubschrauber, DAS AUS. Und das das FCAS jemals U.S. Atombomben trägt, denn man müsste bei einer Zertifizierung alles offenlegen, das wird Frankreich verhindern, was vollkommen richtig ist.

    Nukleare Teihabe JA, F18 N E I N

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