Deutlicher Anstieg

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Ausschließlich mit Geschwindigkeitsüberwachung (Foto) ist Rasern nicht bei zu kommen. Es braucht auch effektive Strafverfolgung. (Foto: BS/Dirk Vorderstraße, CC BY 2.0, www.flickr.com)

In Berlin hat die Zahl der Strafverfahren wegen Raserei im Straßenverkehr in den vergangenen Wochen erheblich zugenommen. Im April gingen bei der Amts- und bei der Staatsanwaltschaft der Bundeshauptstadt insgesamt 98 derartige Strafverfahren ein. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Zuwachs von rund 60 Prozent.

In der Woche nach Ostern wurden innerhalb von nur vier Tagen 32 neue Verfahren verzeichnet. Berlins Justizsenator Dr. Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) sagte dazu: “Offenbar nutzen Raser es aus, dass aufgrund der Corona-Pandemie Berlins Straßen leerer als sonst sind. Es muss jedoch immer klar sein: Raser gefährden Menschenleben.” Deshalb würden sich diese Menschen für ihr unverantwortliches Verhalten auch in Zeiten von Corona verantworten müssen. Und Andreas Winkelmann, Erster Oberamtsanwalt, ergänzte: “Häufig sind in den Verfahren sogenannte Polizeifluchten festzustellen. Gerade wenn der Fahrer alkoholisiert, unter sonstigen Drogen oder ohne Fahrerlaubnis fährt und der Polizei auffällt, sind waghalsige Fahrmanöver oft die Folge.” Der weit überwiegende Anteil von Verfahren im Zusammenhang mit Straßenverkehrsdelikten wird in Berlin von der Amtsanwaltschaft bearbeitet. Die Staatsanwaltschaft bearbeitet einen deutlich geringeren Anteil.

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