Rückkehr zum Regelbetrieb

0
823
Die Planung zur Rückkehr in den Regelbetrieb soll sich nicht nur an Terminen orientieren. (Foto: BS/Klawon)

Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht überstanden ist, hat die Diskussion über die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen und die Rückkehr zur Normalität in der Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Hochkonjunktur. Doch wie diese Rückkehr aussehen soll, ist häufig noch unklar. Für den Bereich der Feuerwehren stellt der Bundesfeuerwehrarzt des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Klaus Friedrich, einige Kriterien und Gedankenmodelle vor.

Dabei geht er von drei unterschiedlichen Ausgangspositionen (Feuerwehr ohne infizierte Personen in eigenen Reihen, Feuerwehr mit infizierte Personen in eigenen Reihen oder Feuerwehr mit einer Neuinfektion in eigenen Reihen) aus. Ziel sei dabei, “die Infektionen in den eigenen Reihen möglichst gering zu halten”. Die Planung für die Wiedereinführung des Normalbetriebs solle dabei ” transparent und reproduzierbar” sein.

Im Gedankenmodell “Feuerwehr ohne infizierte Personen in eigenen Reihen” unterscheidet Friedrich mehrere Phasen. Dabei spielt die sogenannte Reproduktionszahl (R) die entscheidende Rolle. Die Reproduktionszahl beschreibt die Anzahl an Personen, die eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt.

Bei einer Reproduktionszahl, die größer als 1,5 ist, sollen Feuerwehren nur ihren Pflichtaufgaben mit minimalem Personaleinsatz nachkommen. Es sollen keine Übungsdienste, Unterrichtsveranstaltungen oder freiwillige Leistungen durchgeführt werden. Die Feuerwehrangehörigen mit Rettungstätigkeiten werden angehalten, mindestens eine FFP2-Maske zu tragen.

Dokumentation ist das A und O

Erst bei einer R von 0,5 bis eins könne man innerhalb der Feuerwehren langsam über die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen, wie die Aufnahme von Unterrichtsveranstaltungen, nachdenken. Erst wenn die R unter 0,5 gefallen ist, empfiehlt Friedrich die sukzessive Aufnahme des Regel- und Einsatzdienstes.

Bei infizierten Personen in den eigenen Reihen muss unbedingt eine Kontaktermittlung in Zusammenarbeit mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst durchgeführt werden. Dabei muss der Zeitraum einer möglichen Ansteckung ermittelt werden sowie eine Dokumentation der Einsätze und der dabei eingesetzten Feuerwehrangehörigen stattfinden.

Das Papier des Bundesfeuerwehrarztes findet sich hier.

Weitere Dokumente zu Business-Recovery finden sich hier.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here