“Einfach mal machen! Es könnte ja gut werden!”

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In Ulm wird die digitale Verwaltung schon seit einigen Jahren groß geschrieben. Nun ist, unterstützt vom Open Government Institute der Zeppelin Universität, ein neues Labor eröffnet worden. (Foto: moerschy/www.pixabay.com)

Die Stadt Ulm hat einen neuen Kreativraum für die Digitalisierung in der Verwaltung eröffnet. Das sogenannte Verwaltungslabor in den Räumlichkeiten des Kommunalen Digitalisierungszentrums wurde zum neuen Monat offiziell in Betrieb genommen. Mit der neuen Einrichtung soll das Thema Digitalisierung in der Verwaltung schneller und effektiver vorangetrieben werden. Erste Veranstaltung war ein Workshop für Verwaltungskräfte, der aufgrund der aktuellen Situation allerdings digital durchgeführt werden musste. In diesem Workshop wurden die kommunalen Mitarbeiter über das Innovationslabor informiert und erhielten zudem die Möglichkeit, sich mit Hilfe interaktiver Werkzeuge in dessen Gestaltung einzubringen.

Die Stadt Ulm, die sich durch eine Reihe von Projekten rund um das Thema “Digitale Verwaltung” zu einem kommunalen Vorreiter der digitalen Transformation entwickelt hat, will mit den neuen Angeboten einen Raum schaffen, in dem innovative Ideen der Digitalisierung auch innerhalb der Ulmer Stadtverwaltungen diskutiert und konkretisiert werden können. “Dafür bietet das neu geschaffene Verwaltungslabor den richtigen Rahmen. Es fördert den interdisziplinären Austausch innerhalb der Stadtverwaltung und schafft Freiräume für neue Ideen für die Verwaltung von morgen”, so der Erste Bürgermeister der Stadt, Martin Bendel, zur Eröffnung. Er fordert, dass die Projekte im Kreativraum ganz pragmatisch angegangen werden sollen, getreu dem Motto: “Einfach mal machen! Es könnte ja gut werden!”

Der Kreativraum im Kommunalen Digitalisierungszentrum der Stadt soll dabei den “realen Ort und zentralen Kern des Verwaltungslabors” darstellen, so eine Erklärung der Stadt. Der Raum soll allen Abteilungen und Einrichtungen der Ulmer Stadtverwaltung die Möglichkeit für Zusammenarbeit und Austausch geben, aber auch für Impulse von externen Experten offenstehen. Bis Mitte 2021 liegt der Themenschwerpunkt des Kreativraums zunächst auf “Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz”.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt des Ulmer Verwaltungslabors im Rahmen der Zukunftsstadt Ulm 2030 durch das Open Government Institute (TOGI) der Zeppelin Universität aus Friedrichshafen. Für Prof. Dr. Jörn von Lucke, Institutsdirektor und Inhaber des Lehrstuhls für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik, ist der neue Kreativraum “ein wichtiger Meilenstein für nachhaltige Innovationen in der Stadtverwaltung Ulms, gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie”. Bedingt durch die aktuelle Situation werde im Kreativraum derzeit ausschließlich auf digitale Interaktion gesetzt, im Anschluss an die Krise sollen aber in den neuen Räumlichkeiten innovative Projekte nach dem “Design Thinking”-Prinzip angegangen werden und eine reale Umsetzung im Kreativraum erfolgen.

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