Andrea Nahles soll Bundesanstalt für Post- und Telekommunikation führen

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Die ehemalige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles bekommt wohl eine neue Aufgabe. Die Rheinland-Pfälzerin soll Präsidentin der Bundesanstalt für Post- und Telekommunikation werden. (Foto: Janine Schmitz)

Die vor gut einem Jahr von all ihren Ämtern zurückgetretene ehemalige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles, wird als zukünftige Präsidentin der Bundesanstalt für Post- und Telekommunikation (BAnst PT) gehandelt.

Nahles wird voraussichtlich Nachfolgerin des derzeitigen Präsidenten Andreas Hermes. Die Bundespolitikerin a. D. würde in ihrem neuen Posten die Leitung von 1.400 Beschäftigten übernehmen. Zu näheren Details wollte das Bundesministerium der Finanzen zu gegenwärtigem Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte geben.

Versorgung der ehemaligen Postbeamten

Die Unterbehörde des Finanzministeriums ist mit der Versorgung der Beamten und Beamtinnen beauftragt, die bei der Deutschen Post gearbeitet haben, als diese noch ein Staatsunternehmen war. Außerdem werden die Staatsbediensteten in den Postnachfolgeunternehmen wie der Deutschen Telekom AG, der Deutschen Post AG sowie der Deutsche Bank Privat- und Firmenkunden AG von der BAnst PT betreut. Die Berechnung, Festsetzung und Zahlung der Ruhestandsgehälter ist eine ihrer Haupttätigkeiten. Außerdem führt die BAnst PT die Sozialeinrichtungen der früheren Deutschen Bundespost wie die Postbeamtenkrankenkasse fort.

Neuer Berufsweg

Das Polit-Urgestein Nahles schaut auf eine über 30-jährige Karriere bei der SPD zurück. Die 49-jährige Rheinland-Pfälzerin, die zuletzt bis zur Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion aufstieg, bekleidete zwischen 2013 und 2017 das Amt der Bundesministerin für Arbeit- und Soziales im Kabinett Merkel. Vorher war sie Generalsekretärin der SPD. Am 31. Oktober 2019 schied sie aus dem Deutschen Bundestag aus.

2 Kommentare

  1. Noch eine Info zur Personalsituation bei der PBeaKK: Stand 2019 betrifft es um die 200 Personen, die auf höherwertigen Dienstposten ihren Dienst seit vielen Jahren leisten und dafür so gut wie keine Gegenleistung erhalten haben. Da sollte sich aus meiner Sicht zukünftig etwas ändern.

  2. Wenn es so kommen sollte, dann erhoffte ich mir, dass der mittlere Dienst bei der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) mehr aufgewertet werden würde. Ich selber hatte das Glück kürzlich zum A9’er befördert zu werden. Viele meiner Kollegen*innen sind auch wie ich seit vielen Jahren auf A9’er Dienstposten und werden hingehalten ohne befördert zu werden. Diese Personen leisten jeden Tag mehr als ein A8’er und dies sollte künftig stärker berücksichtigt werden. Wir Beamte*innen bei der PBeaKK sind in einer besonderen Konstellation, da wir einen “geschlossenen Bestand” haben und unser Personal auch weitestgehend geschlossen ist. Diese Besonderheiten sollten bei eventuellen Beförderungen auch mit einfließen.
    Beste Grüße
    André Bartsch

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