Was zählt beim OZG? Mehr Pragmatismus!

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Johannes Rosenboom (Materna) sagt: "Man muss die User Experience in die OZG-Welt tragen. Die Surfer sind doch benutzerfreundliche Plattformen gewohnt, die sie von Amazon und Co. kennen. Hier muss der Public Sector unbedingt nachrüsten." (Screenshot: BS/Harbeke)

Johannes Rosenboom, IT-Experte im Bereich Public Sector bei Materna, sieht bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) dringenden Nachholbedarf. Im Gespräch mit Behörden Spiegel Chefredakteur R. Uwe Proll auf dem Grünen Sofa, ging er auf hemmende Faktoren der Verwaltungsmodernisierung ein. Der Digitale Staat war der geeignete Kongress zu Dialog und Brainstorming.

“Es besteht die große Gefahr, dass wir bei der Digitalisierung in der Theorie hängen bleiben,” so Rosenboom. Außerdem zögen Bund, Länder und Kommunen zu wenig an einem Strang: “Da die Gebietskörperschaften nicht genug interagieren, entstehen Insellösungen, die die Umsetzung des OZG erschweren.”

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Alles eine Frage der Eleganz

Rosenbooms Ruf nach mehr Pragmatismus und Attraktivität orientiert sich am Surfverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Obwohl die Zahl derjenigen wächst, die online mit ihrem Amt kommunizierten, sei viel Luft nach oben: “Oftmals laufen noch die Bürger selbst zum Amt und nicht die Daten.”

Ein Grund hierfür sei die mangelnde Eleganz der kommunalen E-Government-Lösungen: “Man muss die User Experience in die OZG-Welt tragen. Die Surfer sind doch benutzerfreundliche Plattformen gewohnt, die sie von Amazon und Co. kennen. Hier muss der Public Sector unbedingt nachrüsten.” 

Video-Rückblicke auf den Digistaat

Auf dem Grünen Sofa wurden Digitalisierungsexperten aus Politik, Verwaltung, Industrie und Wissenschaft Anfang März interviewt. Jeden Mittwoch wird nun auf der Behörden Spiegel-Homepage und dem YouTube-Kanal ein weiterer Clip zu sehen sein. Auch auf den sozialen Medien des Behörden Spiegel werden die Inhalte aufgegriffen.

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