Das THW blickt auf 2019 zurück

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Auch in diesem Jahr ist das Technische Hilfswerk (THW) aufgrund der Corona-Krise besonders gefordert. (Foto: THW)

Das Technische Hilfswerk (THW) hat seinen Jahresbericht für 2019 veröffentlicht. Dabei blickt das Hilfswerk auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Das Einsatzgeschehen war im vergangenen Jahr durch ein umfangreiches Aufgabespektrum geprägt. So rückte das THW 2019 zu mehr als 10.000 Einsätzen aus, bei denen sich die Kräfte des Hilfswerks über 1,2 Millionen Stunden ehrenamtlich engagierten.

Das THW leistete bei großflächigen Vegetationsbränden, Verkehrsunfällen, Stürmen und Extremwetterereignissen sowie Störungen von Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) Hilfe. Zu den größeren Einsätzen zählte die Schneekatastrophe in der ersten Januarhälfte 2019, die weite Teile Mitteleuropas im Griff hatte. Das THW unterstützte in drei Bundesländern mit über 5.600 Kräften aus 150 Ortsverbänden andere Einsatzkräfte. Allein bei diesem Einsatz waren die Kräfte mehr als 190.000 Stunden tätig.

Auch im Ausland wurden die Helfer aktiv. Dabei setzte das THW 1.773 Experten in 144 Ländern ein. Einer dieser Auslandseinsätze fand nach dem Zyklon “Idai” in Mosambik statt. Mehr als 40 THW-Kräfte setzten im Auftrag der Bundesregierung zerstörte Brunnen sowie Sanitäranlage instand und stellten so sichere Hygienebedingungen bereit.

Erfreuliche Entwicklung bei den Ehrenamtlichen

Die Zahl der ehrenamtlichen Kräfte beim THW stieg im Jahr 2019 auf rund 80.000. Somit konnte erstmalig wieder das Niveau von 2016 überschritten werden. Ebenso stieg der Anteil der Frauen auf rund 11.500. Außerdem absolvierten die Ehrenamtlichen 2019 insgesamt 1.979.000 Lehrgangs- und Ausbildungsstunden.

Aber nicht nur die Zahlen des THW entwickelten sich positiv. Auch konnte der Katastrophenschutz neu ausgerichtet werden. Bei der Umsetzung des Rahmenkonzeptes (RaKo) schuf das Hilfswerk die neue Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N). Die Fachgruppe ist für technisch-logistische Aufgaben zuständig und wird bei Stromausfällen sowie bei größeren Schadensereignissen tätig.

Der THW-Jahresbericht 2019 findet sich hier.

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