Erstes E-Nutzfahrzeug in Herne ausgeliefert

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Das erste elektronische Nutzfahrzeug bleibt in Herne. Die Ladefläche lässt sich bei Bedarf kurzfristig umrüsten. (Foto: BS/Tropos Motors)

Die Verkehrswende hin zur Elektromobilität findet nicht nur im Individualverkehr statt, sondern nimmt auch im Nutzfahrzeugsektor immer mehr an Fahrt auf. Nach dem inzwischen beendeten Ausflug der Deutschen Post in den Markt ist in dieser Woche eine neue Marke aus Nordrhein-Westfalen gestartet, die sich auf kleine und leichte Nutzfahrzeuge mit Elektromotor spezialisiert hat. Am 12. Mai wurde von Tropos Motors Europe aus Herne in Westfalen das erste elektrische Leichtnutzfahrzeug an einen Herner Industriedienstleister aus der Chemiebranche übergeben. Ursprünglich war die Übergabe des Modells “Able” bereits für Ende März geplant gewesen, aufgrund der aktuellen Lage musste der Termin jedoch um einige Wochen verschoben werden.

Für den Herner Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ist die Entwicklung der neuen Technologien am heimischen Standort ein positives Zeichen nicht nur für seine Stadt, sondern für die ganze Region: „Heute zeigt sich wieder: Herne kann Zukunft – Herne ist Autostadt. Mit Tropos Motors Europe kehrt die Automobilproduktion ins Ruhrgebiet zurück. Das ist gerade in dieser Zeit ein wichtiges Signal. Die Mosolf-Gruppe, als einer der führenden Systemdienstleister der Automobilindustrie in Europa, für unseren Standort gewinnen zu können, bereitet eine außerordentliche Freude und ist ein großer Gewinn für unsere Wirtschaftsstruktur. Dass das erste hier gefertigte Elektrofahrzeug an ein alteingesessenes Familienunternehmen unserer Stadt geht, verdeutlicht zudem, dass bei uns Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen.“

Die Modelle der Able-Serie verfügen laut Tropos über Reichweiten von bis zu 260 km und sind sowohl mit AGM- als auch mit Lithium-Ionen-Batterie lieferbar. Bei einer Breite von 1,40 Meter und einer Länge von 3,70 Metern sollen die Fahrzeuge sich für den Einsatz auf der Straße sowie in geschlossenen Räumen gut eignen. Laut dem Unternehmen eine gute Basis für Industrieunternehmen und kommunale Fuhrparks gleichermaßen, da dort häufig nur kurze Distanzen innerhalb des Stadtgebiets absolviert werden, diese aber in hoher Frequenz.

Mit der Ansiedlung des Unternehmens in Herne sieht der Oberbürgermeister die Stadt auf dem Weg in eine neue Zukunft: “In unserer Stadt kommen derzeit verschiedene Faktoren zusammen: Wir haben Traditionsunternehmen, die aus Überzeugung in Herne sind. Wir haben Firmen mit modernsten Technologien, die sich hier ansiedeln und Jobs schaffen. Wichtig ist uns, dass wir Unternehmen mit internationaler Ausrichtung und Vernetzung gewinnen können – wie die Mosolf-Gruppe. Stadt und Wirtschaft arbeiten in Herne zudem ausgesprochen gut zusammen, um Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen. Außerdem haben wir eine Stiftungsprofessur zu E-Mobilität und zur Zukunft der urbanen Mobilität. Das zeigt, dass in Herne nachhaltig und zukunftsweisend gedacht und gehandelt wird.”

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