Berlin setzt auf Zero-Waste

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Berlin will das Siedlungsabfallaufkommen bis 2030 um 20 Prozent reduzieren. (Foto: manfredrichter, pixabay.com)

Der Berliner Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, das Berliner Abfallwirtschaftskonzept (AWK) 2020-2030 beschlossen. Das Konzept, das eine weitreichende Zero-Waste-Strategie beinhaltet, wird nun dem Abgeordnetenhaus zur Beratung und endgültigen Beschlussfassung vorgelegt.

Das AWK dient der Entsorgungssicherheit des Landes Berlin bis zum Jahr 2030 und gibt Maßnahmen für Vermeidung, Verwertung und Beseitigung der anfallenden Siedlungs- und Bauabfälle sowie der Klärschlämme für den genannten Planungszeitraum vor. Als Planungsinstrument setzt das AWK 2020-2030 Maßstäbe in der Verfolgung der Zero-Waste-Strategie, also der Umsetzung des Leitbilds, immer weniger Abfälle zu produzieren und stabile ökologische Stoffkreisläufe durch Wiederverwendung und Recycling aufzubauen. Mittelfristig sollen in Berlin nur noch nicht recyclingfähige Abfälle energetisch verwertet werden.

Senatorin Günther betont: “Unser neues Abfallwirtschaftskonzept 2020-2030 führt nicht einfach nur die bisherige Berliner Kreislaufwirtschaft fort, sondern setzt national und international neue Maßstäbe für eine konsequente kommunale Zero-Waste-Strategie. Dieses Zero-Waste-Leitbild ist unverzichtbar, damit auch die Abfallwirtschaft durch Müllvermeidung, Ressourcensparsamkeit, Recycling und hochwertige Verwertungssysteme dazu beiträgt, unsere Klimaschutzziele zu erreichen.”

So soll das Siedlungsabfallaufkommen bis 2030 um 20 Prozent reduziert werden. Die Recyclingquote für mineralische Bauabfälle soll von 47 auf 64 Prozent gesteigert werden. Zudem sieht das Konzept eine flächendeckende jährliche Rückgewinnung von rund 2.600 Tonnen Phosphor aus Klärschlammaschen etwa als Rohstoff zur Düngemittelherstellung vor.

Das Abfallwirtschaftskonzept steht hier zum Download bereit.

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