Digitalisierung der Führungsfähigkeit der Bundeswehr

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Das "Soveron D"-System der SVFuA-Serie erhält die BSI Zulassung. (Foto: BS/Rohde & Schwarz)

Mitte Februar hat die Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG für die streitkräftegemeinsame verbundfähige Funkgeräteausstattung (SVFuA) die Zulassung “Geheim” durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten. Diese Zertifizierung ermöglicht die Übertragung von Daten und Sprache in den Einstufungsgraden “Offen”, “Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch” (VS-NfD) und “Geheim”, d.h. es gestattet die klassische Führungsfähigkeit auf allen Ebenen. Die Auslieferung an die Truppe steht bevor.

Nach einer mehrjährigen gemeinsamen Entwicklung hatte 2017 das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit dem Münchener Unternehmen einen Vertrag über die Beschaffung von ersten Systemen des SVFuA (Serienbezeichnung “Soveron D”) geschlossen. Das System arbeitet nach dem Prinzip des “Software Defined Radios” (SDR) und soll sichere, vertrauenswürdige Kommunikation bieten. Dabei greift Rohde & Schwarz auf die konzerneigene Entwicklung von Kryptologie als nationale Schlüsseltechnologie zurück. Im Jahr 2016 war zum Abschluss der Entwicklung bereits die Zulassungsfähigkeit nachgewiesen worden. Die Zertifizierung nach dem international anerkannten Standard “Software Communications Architecture” (SCA) für SDR-Funksysteme war im Rahmen der Kundenabnahme vorausgegangen.

“Soveron D” will zukünftig ebenfalls die ESSOR-Breitbandwellenform (“European Secure Software Defined Radio”) nutzen, die im Rahmen der transeuropäischen Interoperabilitätsinitiative für Streitkräfte auf der taktischen Ebene entwickelt wurde und der die Bundesrepublik beigetreten ist. Weitere Wellenformen können – ganz im Sinne der SDR-Idee – später als Software auf “Soveron D” geladen werden. Damit unterstützt das System die Digitalisierung der Bundeswehr.

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