Sozial-ökologische Impulse für Konjunkturpolitik

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Das Forschungsvorhaben “Sozial-ökologisch ausgerichtete Konjunkturpolitik in und nach der Corona-Krise” beschreibt, dass Konjunkturmaßnahmen zur Erholung der Wirtschaft so gestaltet werden können, dass sie zugleich dem Klimaschutz dienen. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie, die das Bundesumweltministerium bei vier Wirtschaftsforschungsinstituten in Auftrag gegeben hat.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze betont: “Wir haben jetzt die Chance, den Weg aus der Krise zu verbinden mit einem großen Fortschritt beim Klimaschutz. Denn Investitionen in den Klimaschutz gehören Ökonomen zufolge zu den wirksamsten Konjunkturimpulsen überhaupt. Konjunkturhilfen brauchen einen klaren Kompass: Beschäftigung, Innovation und Klimaschutz. Neben Investitionen in saubere Mobilität und neue Energie sollte ein Schwerpunkt der Hilfen bei den Kommunen liegen.” Denn dort fänden die entscheidenden Maßnahmen, wie die Stärkung des ÖPNV, neuer Radwege oder die Sanierung von kommunalen Gebäuden statt. “Zugleich leiden viele Kommunen stark unter Einnahmeausfällen. Für den Weg aus der Krise kommt es darauf an, dass Kommunen weiter gut investieren können. Ich werbe daher nicht nur für einen Schutzschirm für die Kommunen, sondern auch für ein Investitionsprogramm in den kommunalen Klimaschutz”, so Schulze.

Die Studie zum Forschungsvorhaben wurde gemeinsam vom DIW Berlin, dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), dem Institut für Sozialökonomie (ifso) der Universität Duisburg-Essen und dem Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erstellt. Die Autoren benennen mögliche sozial-ökologische Impulse in den Bereichen Verkehr, Gebäude, Energie und Industrie. Einen besonderen Schwerpunkt legen sie dabei auf die kommunale Ebene.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

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