Streit um Fotoinstitut

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Um das fotografische Erbe in Deutschland zu bewahren, soll ein Bundesinstitut gebaut werden – um den Standort gibt es allerdings Zoff. (Foto: Skitterphoto, pixabay.com)

Die Bundesregierung plant die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für das Bundesinstitut für Fotografie auf dem Unesco-Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Eine von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) einberufene Expertenkommission hatte sich im März für den Standort Essen als Sitz des neuen Bundesinstituts ausgesprochen.

In der Stadt gebe es “eine hervorragende Konzentration von Einrichtungen und vorhandener Sachkompetenz zum Schwerpunkt Fotografie”, heißt es in der Begründung der Kommission. In der Diskussion stand ebenfalls Düsseldorf, das trotz dessen an dem Projekt Deutsches Fotoinstitut festhalten und die bewilligten Mittel bei Bund und Ländern abrufen will, wie Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) bekräftigt. Der Standort Düsseldorf werde aber in der Machbarkeitsstudie nur ergänzend betrachtet, wie Grütters mitteilt.

Geisel kritisiert, die Kulturstaatsministerin habe sich darüber hinweggesetzt, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags im November bereits 41,5 Millionen Euro für den Bau des Fotoinstituts eingestellt habe – mit dem Standort Düsseldorf. NRW hatte eine Ko-Finanzierung in Aussicht gestellt. Grütters plant mit dem Institut Nachlässe wichtiger Fotografinnen und Fotografen in Deutschland zu konservieren und zu archivieren. Die Ministerin verteidigt weiterhin die Empfehlung der von ihr einberufenen Kommission.

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