Thüringen gründet kommunalen IT-Dienstleister

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Kooperation für erfolgreiches E-Government: Land und Kommunen beteiligen sich gemeinsam an neuem IT-Dienstleister. (Foto: jcomp, stock.adobe.com)

Der Freistaat Thüringen, der Gemeinde- und Städtebund Thüringen sowie die Körperschaft eKom21 gründen einen kommunalen IT-Dienstleister. Dem KIV Kommunale Informationsverarbeitung Thüringen GmbH sollen die Kommunen als Gesellschafter beitreten können.

Mit dem hessischen IT-Dienstleister ekom21 als Partner sollen zügig technische Infrastruktur und fachkundiges Personal für die Digitalisierung in den Thüringer Kommunen bereitgestellt werden. Der Dienstleister soll Rechenzentrumskapazitäten zentral vorhalten und Software entwickeln. Dienste und Fachverfahren sollen so schnell, sicher und kostengünstig zur Verfügung stehen. Insbesondere sollen die Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und des Thüringer E-Governmentgesetztes unterstützt werden. Zum Aufgabenspektrum gehören auch Beratungs- und Schulungsleistungen.

Der neue Dienstleister geht durch eine rechtliche Umstrukturierung aus der bestehenden KIV GmbH hervor. Hier waren der Gemeinde- und Städtebund Thüringen und eKom21 bereits Gesellschafter. Die bisherigen Anteile wurden neu verteilt die GmbH für neue Gesellschafter geöffnet. Kommunen können sich am neuen Unternehmen schon mit einer einmaligen Zahlung von 85,27 Euro beteiligen. Der Freistaat ist mit 200.000 Euro dabei.

Der Finanzstaatsekretär Dr. Hartmut Schubert sagte zur Gründung: “Der gemeinsame kommunale IT-Dienstleister in Thüringen wird für mehr digitale Services in unseren Verwaltungen sorgen.” In der Kooperation von Land, Kommunen und öffentlichen IT-Dienstleistern sieht er einen Schlüssel für erfolgreiches E-Government, ein kleinteiliges Regionaldenken schade Thüringen dagegen. “Der zentrale IT-Dienstleister wird eine effektivere Infrastruktur bereitstellen, die nicht zuletzt auch deutlich mehr Informationssicherheit gewährleistet”, so Schubert weiter. Er ermuntert nun die Kommunen sich an der KIV Thüringen zu beteiligen. “Damit können sie über die Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat und Unternehmenskonzept die Ausrichtung des IT-Dienstleisters mitbestimmen und von den Leistungsangeboten der KIV Thüringen profitieren”, so der Staatssekretär.

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