Open Skies

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Generalmajor a.D. Reinhard Wolski ist Mitarbeiter des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Am 13. September 1997 stürzte die “Open Skies”-Maschine TU-154M der Flugbereitschaft des BMVg nach Kollision mit einer amerikanischen Transportmaschine über dem Atlantik vor Namibia ab. 33 Personen kamen dabei ums Leben. Die Bundesrepublik ist Partner des 1992 geschlossenen Abkommens, das für Rüstungskontrolle und Vertrauensbildung steht. Erst am 21.Juni 2019 wurde eine neue – hochmoderne – Beobachtungsplattform, ein Airbus A319, der Bundeswehr übergeben, um die Missionen der OSZE zusammen mit 33 anderen Vertragsstaaten durchzuführen.

Der jetzt von den USA angekündigte Ausstieg aus “Open Skies” hat international Irritation und Sorge ausgelöst. Die Begründung, dass Russland bestimmte Überflüge (z.B. über Kaliningrad bzw.an der Grenze zu Georgien) nicht dulde, ist teilweise richtig. Aber Vertrauensbildung lebt auch vom Vertrauensvorschuss. Das sollten die USA bedenken, und Europa wird “Open” Skies weiterführen.


Generalmajor a.D. Reinhard Wolski ist Mitarbeiter des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung.

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