Neue DWD-App

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine neue Applikation zu Gesundheitsgefahren im Angebot. (Foto: BS/DWD)

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet eine neue Applikation für mobile Endgeräte an. Mithilfe der “GesundheitsWetter-App” kann tagesaktuell über mögliche beeinträchtigende Wettereinflüsse auf den Menschen informiert werden. Außerdem kann so vor Gesundheitsgefahren, etwa durch Hitze, gewarnt werden.

Die Anwendung soll es den Nutzern ermöglichen, sich rechtzeitig auf für sie relevante Wettereinflüsse einzustellen. Die Informationen und Belastungsklassen können dabei individuell eingestellt und abgerufen werden. Die App enthält unter anderem amtliche UV-Warnungen, Informationen zum UV-Index sowie UV-Warnungen für Kinder. Ebenfalls angerufen werden können amtliche Hitzewarnungen, Vorhersagen der gefühlten Temperatur und Pollenflugvorhersagen sowie der daraus abgeleitete Gefahrenindex.

Auch Alarmierung möglich

Zudem sind Vorhersagen der Wetterfühligkeit für allgemeine Beeinträchtigungen des Befindens, asthmatische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und rheumatische Erkrankungen verfügbar. Die Applikation verfügt dabei über frei konfigurierbare Warnelemente und -stufen und eine einstellbare Alarmierungsfunktion für frei wählbare Ortsfavoriten in Form von Push-Nachrichten. Die Anwendung ist für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar und kostet einmalig 0,99 Euro.

Der Leiter der Medizin-Meteorologie beim DWD, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, berichtete in diesem Zusammenhang, dass sich laut Umfragen jeder zweite Deutsche selbst als wetterfühlig bezeichne. Circa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung litten bei bestimmten Wetterlagen wie etwa Tiefdruckgebieten stärker an gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Asthma, Rheuma, Kopfschmerzen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

“Vor allem die Gesundheitsgefahr durch Hitze und Hitzewellen wird stark unterschätzt”, so Matzarakis. Untersuchungen hätten gezeigt, dass Auswirkungen von Hitze für über 90 Prozent der naturgefahrenbedingten Todesfälle in der Bundesrepublik im Zeitraum zwischen 1950 und 2012 verantwortlich gewesen seien. Die neue DWD-App biete die Möglichkeit, erwartete wetterbedingte Einflüsse auf die Gesundheit bei der individuellen Tagesgestaltung zu berücksichtigen. “Sie hilft damit vor allem älteren und empfindlichen Menschen, zusätzliche Belastungen zu vermeiden und zu minimieren und durch zielgerichtete Verhaltensänderungen akute und chronische Krankheitsverläufe abzumildern”, erläutert Matzarakis.

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