Automatische Bordwetterstationen

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Auf zahlreichen Maersk-Containerschiffen werden ab sofort automatische Bordwetterstationen installiert. (Foto: BS/Maersk)

Bis Ende dieses Jahres installiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf 50 Containerschiffen der Rederei Mærsk automatische Bordwetterstationen. Die sogenannten European Common Automated Weather Stations (EUCAWS), messen je nach Sensorbestückung auf See automatisch zahlreiche Parameter.

Dazu gehören unter anderem Luftdruck, -temperatur und -feuchte, Meeresoberflächentemperatur sowie Windrichtung und -geschwindigkeit. Dadurch können die Wettervorhersagen, das Warnmanagement und die Klimaforschung verbessert werden. EUCAWS wurde in einem Gemeinschaftsprojekt fünf europäischer nationaler Wetterdienste entwickelt, darunter der DWD. Das gemeinsame Projekt ist ein Beitrag zu dem von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) koordinierten Voluntary Observing Ship-Programm (VOS).

“Wir freuen uns sehr darüber, dass wir weitere 50 Containerschiffe von Mærsk vom DWD mit automatischen Bordwetterstationen ausrüsten,” sagt Klaus-Jürgen Schreiber, Mitglied des Vorstands und Leiter des Geschäftsbereichs Technische Infrastruktur und Betrieb beim DWD. Sein Sachgebiet Maritimes Messnetz ist für die alleinige Installation der EUCAWS auf den Schiffen zuständig. Schreiber erklärt: “Im Gegensatz zur konventionellen Methode der Wetterbeobachtung auf See werden durch EUCAWS zwar weniger Parameter erfasst, aber dafür werden diese in gleichbleibend hoher Qualität stündlich ermittelt und versendet.”


Bereits zahlreiche Schiffe beteiligt


Rund 200 der insgesamt 300 Schiffe, die sich im Eigentum von Mærsk befinden, nehmen bereits am VOS-Programm teil und führen auf konventionelle Weise Wetterbeobachtungen auf See durch. Dies bedeutet, dass die Besatzung an Bord bereitgestellte Instrumente abliest, die Werte mit Hilfe einer Standardsoftware verschlüsselt und an die Wetterdienste übermittelt. Diese Art und Weise der Wetterbeobachtung erlaubt zwar, auf See sonst kaum messbare Parameter, wie Sicht, Wellenhöhe oder Wolken, zu erfassen, hat aber den Nachteil, dass die Besatzung, die grundsätzlich freiwillig das Wetter beobachtet, auch Zeit für diese Beobachtungen haben muss. Daher kommen von den Schiffen, die mit der konventionellen Methode am VOS-Programm teilnehmen, täglich nur maximal vier Beobachtungen.

Wichtig für Klimaforschung

Schreiber erläutert: “Die Aufgabe, die EUCAWS-Stationen auf den Mærsk-Schiffen zu installieren und zu betreuen, haben wir sehr gerne übernommen, stellt dies doch einen weiteren wichtigen Beitrag des DWD zum weltweiten VOS-Programm dar.” Gut zwei Drittel der Erdoberfläche seien mit Wasser bedeckt, aktuelle Wetterbeobachtungen von See lieferten daher einen signifikanten Mehrwert für Wettervorhersage und Warnmanagement. “Außerdem dienen sie dazu, die aus Wettersatelliten abgeleiteten meteorologischen Parameter zu prüfen und zu verifizieren und sind auch für die Klimaforschung von großer Bedeutung”, erläutert Schreiber.

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