Mit Klarlack gegen Corona

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Die Ruhrbahn setzt eine antimikrobielle Oberflächenbeschichtung in ihren Fahrzeugen ein. (Foto: naeimasgary, pixabay.com)

Die Essener Ruhrbahn setzt in ihren Fahrzeugen die neuartige Technologie “Dyphox” ein, um das Infektionsrisiko mit dem Corona-Virus zu minimieren. Dyphox, eine Art Klarlack, wird dabei als antimikrobiell wirkende Beschichtung auf Oberflächen aufgetragen und beruht auf dem Prinzip der Photodynamik. Dieser rein physikalische Prozess soll für den Menschen vollkommen unschädlich sein, die Beschichtung bis zu einem Jahr wirken.

Die Wirksamkeit im Praxiseinsatz wurde durch eine Feldstudie der Universitätsklinik Regensburg belegt. Ursprünglich wurde Dyphox zum Eindämmen von multiresistenten Keimen in Krankenhäusern entwickelt. Bis zu 99,99 Prozent aller Bakterien, Viren und Pilze sollen durch den Lack beseitigt werden. “Zum Schutz vor einer Ansteckung mit COVID-19 haben wir bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Die Oberflächen-Beschichtung mit Dyphox in unseren Fahrzeugen sehen wir als einen weiteren wichtigen Baustein an. Denn selbstverständlich möchten wir sowohl für unser Fahrpersonal als auch für alle Fahrgäste ein möglichst hohes Maß an Sicherheit gewährleisten”, erklärt Martin Dreps, Bereichsleiter Fahrzeugtechnik bei der Ruhrbahn.

In einer ersten Testphase wurden in acht Ruhrbahn-Fahrzeugen (jeweils zwei Solobusse, Gelenkbusse, Straßenbahnen und U-Bahnen) Flächen wie das Lenkrad, Handgriffe und Haltestangen mit einer Flüssigkeit gereinigt und dann mit Dyphox beschichtet. Nachdem die Fahrzeuge zwei Tage gelüftet wurden, kamen sie im normalen Linienbetrieb zum Einsatz. Nach und nach sollen alle Fahrzeuge der Ruhrbahn mit Dyphox behandelt werden.

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