SIPRI: Nukes im Fokus

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Das Atom-U-Boot "USS Maine" feuert eine ballistische Interkontinentalrakete – ohne Gefechtsköpfe – vom Typ "Trident II" von Lockheed Martin Space Systems im Pazifik ab. (Foto: BS/U.S. Navy, Thomas Gooley)

Das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI hat sein Rüstungsjahrbuch 2020 vorgestellt. Zwar sind demnach die jüngsten Zahlen der weltweit vorhandenen Atomsprengköpfe mit 13.400 leicht rückläufig – um 3,5 Prozent –, aber es handelt sich dabei letztlich nur um Schätzwerte.

Außerdem bleibt die “Kleiderordnung” unverändert: Russland und die USA “spielen” mit insgesamt 6.375 bzw. 5.800 Sprengköpfen in einer eigenen Liga. Auf Platz drei steht China mit 320 Sprengköpfen, gefolgt von Frankreich (290) und Großbritannien (215).

Beide nuklearen Großmächte, Russland und die USA, verfügen über jeweils rund 2.000 Atomsprengköpfe “auf Halde”, die noch verschrottet werden sollen. Laut SIPRI sind Russland, die USA, Frankreich und Großbritannien die einzigen Atommächte, die jederzeit einsatzbereite Sprengköpfe disloziert haben. Damit stellen diese Vier ihre nukleare Zweitschlagfähigkeit sicher.

Die übrigen Staaten – China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea – sollen ihre Sprengköpfe komplett eingelagert haben, was zumindest den indo-pakistanischen Dauerkonflikt zumindest ansatzweise entschärft. Da die Staatsführung in Pjöngjang zumindest propagandistisch an der Entwicklung von seegestützten Trägersystemen arbeiten lässt, steht zu befürchten, dass sie – wie die “Großen” – die atomare Zweitschlagfähigkeit anstrebt.

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