Hilfetelefon Gewalt an Männern

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2018 ist der Anteil der männlichen Opfer im Bereich der Partnerschaftsgewalt leicht gestiegen. (Foto: StockSnap, pixabay.com)

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung und das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales haben ein Hilfetelefon für von Gewalt betroffene Männer ins Leben gerufen. Dort können sich Männer melden, die von verschiedenen Formen von Gewalt betroffen sind – etwa von häuslicher, sexualisierter oder psychischer Gewalt, aber auch von Stalking, Mobbing oder Zwangsheirat.

Das Hilfetelefon ist deutschlandweit in dieser Form das einzige und erste Beratungsangebot für gewaltbetroffene Männer. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, betont: “Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, dass auch Männer eine Anlaufstelle haben, an die sie sich wenden können, wenn sie Opfer von Gewalt geworden sind. Das Thema findet in unserer Gesellschaft immer noch wenig Beachtung. Deshalb gehen Nordrhein-Westfalen und Bayern beim Schutz von gewaltbetroffenen Männern voran”.

Carolina Trautner, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, ergänzt: “Mit einer intensivierten länderübergreifenden Zusammenarbeit verstärken wir nicht nur die konsequente Platzierung solch tabuisierter Themen in der Gesellschaft, sondern können auch Ressourcen bündeln und Synergieeffekte nutzen. Gemeinsam wird es uns besser gelingen, Betroffene zu erreichen und ihnen zu helfen. Wir freuen uns über jeden, der dazu beitragen möchte, die Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Männer möglichst flächendeckend zu verbessern.”

Beide Ministerinnen seien zugleich auch auf die übrigen 14 Landesregierungen zugegangen und werben dort dafür, sich der Initiative anzuschließen. Das Hilfetelefon ist unter der Nummer 0800 123 99 00 erreichbar. Zusätzlich finden Betroffene auf der Internetseite www.maennerhilfetelefon.de ein digitales Beratungsangebot.

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