Sorgenkind Schützenpanzer “Puma”

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: Sorgenkind der Bundeswehr: der neue Schützenpanzer "Puma". (Foto: BS/Portugall)

Als Hauptwaffensystem “mit nach wie vor stark verbesserungswürdiger materieller Einsatzbereitschaft” nennt General Eberhard Zorn, Generalinspekteur (GI) der Bundeswehr, im Bericht des BMVg vom 9. Juni zur “Materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr” für den Berichtszeitraum von November 2019 bis April 2020 u.a. den Schützenpanzer (SPz) “Puma”. Die Einsatzbereitschaft des Hauptwaffensystems der Panzergrenadiertruppe liegt derzeit laut BMVg bei nur etwa 30 Prozent.

Für den “Puma”, so der GI weiter, “verlange ich zum Ende des Jahres einen wahrnehmbaren Anstieg der materiellen Einsatzbereitschaft, da wir im letzten Jahr ein 60 Maßnahmen umfassendes Sonderprogramm mit der Industrie, dem Nutzer Heer, dem BAAINBw und der Heeresinstandsetzungslogistik GmbH vereinbart haben.”

Die Investitionen u.a. in weitere Ersatzteilpakete, den Abschluss der technischen Dokumentationen und die Beschaffung weiterer Sonderwerkzeugsätze sollen sich bereits ab Mitte dieses Jahres auswirken. Zudem bringt die Industrie derzeit mit Hochdruck 41 “Pumas” für die VJTF (“Very High Readiness Joint Task Force”) 2023 zur Einsatzreife.

Bundeswehr und Industrie haben kürzlich eine Zielvereinbarung zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft des neuen Schützenpanzers unterzeichnet. Seit 2010 wird er gebaut und an die Truppe ausgeliefert. In diesem Jahr wird die Auslieferung der letzten der insgesamt 350 Fahrzeuge an die Truppe erwartet.

Größte Herausforderung soll dabei das Timing der Bestellung von Ersatzteilen sein. Gemeinsam haben daher Vertreter des Verteidigungsministeriums und der Bundeswehr sowie der Unternehmen Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann konkrete Schritte zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft auf 50 Prozent im Durchschnitt der zweiten Jahreshälfte 2020 vereinbart.

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