Niedersachsen startet E-Poststelle

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Papier ade: Mit der neuen E-Poststelle schafft Niedersachsen die Grundlagen für den digitalen Rechnungsverkehr. (Foto: epicantus/pixabay.com)

Anfang der Woche hat das Land Niedersachsen eine zentrale Anlaufstelle für den elektronischen Rechnungsverkehr freigeschaltet. Die neue E-Poststelle, die der Landesbetrieb IT.Niedersachsen im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Sport entwickelt hat, bietet Auftragnehmern der Landesbehörden und anderer öffentlicher Einrichtungen die Möglichkeit, ihre Rechnungen in elektronischer Form direkt auszustellen.

Gehen derzeit pro Jahr schätzungsweise noch 5,5 Millionen Rechnungen in Papierform bei der Landesverwaltung Niedersachsens ein, dürfte sich der Betrag künftig deutlich verringern. Start diese Woche hat das Land Niedersachsen eine zentrale Poststelle für den E-Rechnungsverkehr freigeschaltet. Der Dienst steht allen Rechnungsstellern der unmittelbaren und mittelbaren Landesverwaltung einschließlich Kommunen sowie juristischen Personen des öffentlichen Rechts zur Verfügung. “Ziel des Landes ist es, möglichst vollständig auf elektronische Rechnungsstellung umzustellen und automatisch in dem Haushaltswirtschaftssystem zu verarbeiten. Die mit der Rechnungsprüfung und -bearbeitung entstehenden Verwaltungskosten können damit in Zukunft reduziert werden”, äußerte sich der niedersächsische Chief Information Officer (CIO) Dr. Horst Baier anlässlich der Freischaltung des neuen Services. Rechnungssteller wie auch -empfänger profitierten von den Möglichkeiten der digitalen Transformation, da Rechnungen leichter erstellt, übermittelt und demnach auch zügiger bearbeitet werden könnten.

Sukzessiver Anschluss

Derzeit erfolge der schrittweise Anschluss aller Rechnungsempfänger an die neue E-Poststelle, heißt es aus dem Innenministerium. Zu den ersten Stellen, die bereits über einen Zugriff verfügen, zählten neben mehreren Landesbehörden die Städte Hildesheim, Braunschweig, Wolfenbüttel und Ronnenberg. Nachdem man den Anschlussprozess beendet und auch die übrigen rechnungsrelevanten IT-Systeme in Betrieb genommen habe, stehe allen öffentlichen Auftraggebern des Landes der elektronische Rechnungsverkehr offen. Voraussetzung für die Umstellung sei, dass auch die Rechnungssteller die Vorteile der E-Rechnung erkennen und ihre Verfahren auf den von Bund und Ländern gemeinsam entwickelten Standard der “X-Rechnung” umstellten. Dieser ermögliche es, Rechnungen mit einem Klick zu generieren und im Anschluss zu versenden.

Entscheidend sei gewesen, die zentrale E-Poststelle auch den Kommunen zur Verfügung zu stellen, betont man im niedersächsischen Innenministerium. Mit dem Dienst setze man überdies eine zentrale Vorgabe des Gesetzes über die digitale Verwaltung und Informationssicherheit (NDIG) sowie der niedersächsischen E-Rechnungsverordnung (NERechVO) um.

Weitere Informationen gibt es unter https://rechnung.niedersachsen.de

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