Thüringen baut mobiles Arbeiten und IT-Sicherheit aus

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Mehr Homeoffice, mehr Informationssicherheit. Thüringen will die Landes-IT modern aufstellen. (Foto: Michal Jarmoluk, www.pixabay.com)

Die Landesregierung des Freistaats Thüringen will die technischen Möglichkeiten für das mobile Arbeiten ausbauen. So sollen eigene Videokonferenzsysteme geschaffen werden. Zudem sollen Zugänge und Bandbreiten-Kapazitäten für den Homeoffice-Betrieb erweitert werden. Das Kabinett will außerdem organisatorische Abläufe neu gestalten und digitale Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken.

Darin liege auch die Chance, die Landesverwaltung als modernen und attraktiven Arbeitgeber aufzustellen, so der Finanzstaatssekretär und CIO des Freistaats, Dr. Hartmut Schubert. Viele Maßnahmen waren bereits im Zuge der Coronapandemie kurzfristig umgesetzt worden. Behörden mussten IT für Homeoffice und veränderte Arbeitszeiten sowie Schichtsysteme bereitstellen. 3.400 Nutzer seien mit Zugängen zur Thüringer Datenaustauschplattform ausgestattet worden, heißt es aus dem Finanzministerium. Das sei ein Zuwachs um ein Drittel im Vergleich zum Jahresbeginn. Aktuell seien 20.000 Nutzer für das landeseigene Telefonkonferenztool eingerichtet. Zudem seien VPN-Zugänge zum Landesdatennetz gewährt worden.

Informationstechnik als Priorität

Weitere Anstrengungen seien CIO Schubert zufolge auch der Informationssicherheit notwendig. Trotz hoher technischer Sicherheitsvorkehrungen sei die Landesverwaltung Opfer von kriminellen Angriffen geworden. Informationssicherheit erfordere gute Organisation, gut geschulte Sicherheitsbeauftragte, aktuelle Notfallpläne und sensible Mitarbeiter. “Es ist deshalb eine prioritäre Aufgabe aller Behördenleitungen, für Sicherheit zu sorgen”, betont Schubert.

Laut Jahresbericht zur Informationssicherheit sei die Gefährdungslage auf hohem Niveau. So seien 2019 rund 50 Millionen externer E-Mails schon aufgrund elementarer sicherheitstechnischer Vorgaben abgewiesen worden. Von 8,2 Millionen zunächst akzeptierten Mails seien durch Analyse-Werkzeuge gut 770.000 als Spam und 73.000 als Träger von Schadsoftware erkannt worden. In intern versandten Nachrichten seien keine unerwünschten Inhalte aufgetreten.

Bericht fordert, das Sicherheitsteam des Landes weiter aufzubauen. Bisher gibt es in Thüringer Landesbehörden 140 zertifizierte Informationssicherheitsbeauftragte. Im Landesrechenzentrum wurde ein eigenes Referat für Informationssicherheit eingerichtet. Dieses ist für die Sicherheit bei der Datenübertragung im verschlüsselten Landesdatennetz zuständig, an das 640 Behörden angeschlossen sind.

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