Thüringen rüstet sich für OZG-Umsetzung

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Sieht Projektteams als wichtiges Mittel für eine erfolgreiche OZG-Umsetzung: Thüringens CIO Dr. Hartmut Schubert. (Foto: BS/Finanzministerium Thüringen)

Um die Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes für die Thüringer Landesverwaltung möglichst schnell und effektiv erfüllen zu können, will die Landesregierung eine neue und moderne Projektarbeitsstruktur für die Landesverwaltung aufbauen.

Die neue Struktur sieht vor, dass Projektteams gebildet werden sollen, die aus ausgebildeten Projektleitern sowie Koordinatoren bestehen. Mit einem Pool von technisch ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen diese den Ministerien und Landesbehörden bei der OZG-Umsetzung zur Seite stehen, erklärt der Thüringer Landes-CIO Dr. Hartmut Schubert: “Wir brauchen moderne Arbeitsstrukturen in der Verwaltung. Die Projektmitarbeiter zur OZG-Umsetzung müssen in schlagkräftigen Projektteams intensiv arbeiten können. Ihr Einsatz wird den Erfolg der Digitalisierung der Landesverwaltung mitbestimmen und zur Stärkung des Arbeitgeberimages der öffentlichen Verwaltung führen. Jetzt sind vor allem die Ressorts gefordert, Online-Anträge zur Verfügung zu stellen.”

Die Organisation der Umsetzung hakt

Der Anforderungskatalog des OZG umfasst auch, den Bürgern und Unternehmen der Republik die Leistungen der 16 Landesverwaltungen digital zur Verfügung zu stellen. Obwohl die Technik zur Umsetzung für alle verfügbar ist, stockt die Digitalisierung der Angebote. Grund hierfür ist, dass neben der Technik auch ein Großteil der Verwaltungsprozesse neu strukturiert werden müssen, damit Online-Verfahren einen Mehrwert für die Bürger, Wirtschaft, aber auch für die Verwaltung selbst darstellen. “Digitale Verwaltungsangebote zu schaffen, ist kein Technikprojekt. Es ist zuerst Organisationsprojekt, welches mit einem strategischen und modernen Personalmanagement einhergeht”, so der Thüringer CIO. Gleichzeitig habe man in der Ausnahmesituation der letzten Monate sehen können, welche Auswirkungen eine gute, aber eben auch eine mangelhafte Digitalisierung der Behörden haben könne, so Schubert: “Corona hat uns die große Bedeutung von digitaler Infrastruktur und Verwaltungsangeboten im Internet aufgezeigt. Wenn die analoge Tür zum Amt geschlossen ist, dann müssen die Amtswege durch die digitale Tür erledigt werden. Die digitale Tür muss per Online-Services umso weiter aufgemacht werden.”

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