Hiesige US-Präsenz: worum es geht

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Eine F-35A "Lightning II" auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in der Eifel. (Foto: BS/ U.S. Air Force, Valerie Seelye)

US-Präsident Donald J. Trump hat Mitte Juni im Weißen Haus verkündet, dass er die Zahl der amerikanischen Soldaten in Deutschland auf 25.000 reduzieren wolle. Als Begründung führte er an, dass die Bundesregierung sich weigere, die Verteidigungsausgaben auf das selbst gesteckte NATO-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen. Doch wem würde er damit mehr schaden: der Bundesrepublik oder den USA selbst?

Derzeit sind rd. 34.500 US-Soldaten in Deutschland stationiert (2006 waren es noch rd. 72.500 Soldaten). Doch die militärische Infrastruktur hierzulande ist immer noch beeindruckend: In Stuttgart-Veihingen befinden sich das U.S. European Command und das Special Operations Command Europe, in Stuttgart-Möhringen das U.S. Africa Command.

Auf der Ramstein Air Base, dem größten Luftwaffenstützpunkt außerhalb der USA und der wichtigste in Europa, sind die Hauptquartiere der U.S. Air Forces in Europe und Air Forces Africa sowie ein Lufttransportgeschwader und eine Drohnensteuerungszentrale, in Spangdahlem liegt ein Kampfgeschwader, auf dem deutschen Luftwaffenstützpunkt in Büchel lagern US-Atomwaffen im Rahmen der nuklearen Teilhabe.

Das größte US-Lazarett außerhalb Amerikas ist das Landstuhl Regional Medical Center; gegenwärtig investiert das Pentagon 650 Millionen Euro in ein neues Krankenhaus in Weilerbach, das 2024 fertig sein soll. Auch der Truppenübungsplatz Grafenwöhr und der Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim sind beispielhaft als wichtige Einrichtungen zu nennen. Allein diese exemplarische Aufzählung dürfte bereits die eingangs gestellte Frage beantworten.

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