Einheitlicher Servicestandard für OZG-Umsetzung

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Mit Hilfe des neuen Servicestandards sollen alle geplanten und in der Entwicklungen befindlichen digitalen Leistungen der öffentlichen Verwaltung an einheitlichen Prinzipien ausgerichtet werden. (Quelle: BMI)

Um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung an einheitlichen Vorgaben auszurichten, hat das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) einen neuen Servicestandard geschaffen. Die Empfehlungen des Dokumentes richten sich an alle mit der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) Betrauten auf Ebene des Bundes, der Länder und Kommunen. Ganz besonderer Fokus liegt dabei auf der Nutzerfreundlichkeit der zu digitalisierenden Leistungen.

Der neue Servicestandard wendet sich an alle mit der OZG-Umsetzung Beteiligten von Bund, Ländern und Kommunen. Mit ihm lägen nun erstmals ganzheitliche Qualitätsprinzipien vor, die der öffentlichen Verwaltung als Orientierungsrahmen bei der Entwicklung neuer ebenso wie bei der Optimierung bereits vorhandener digitaler Services dienen sollen, heißt es aus dem BMI. Überprüft wird mit Hilfe eines Selbstaudits, das eine Einschätzung zu geplanten oder schon in der Entwicklung befindlichen Digitalprojekten liefert.

Der Servicestandard teilt sich in sechs Kategorien, darunter Nutzerzentrierung, Vorgehen, Zusammenarbeit, Offenheit, Technischer Betrieb und Wirkungscontrolling. Mit insgesamt sechs Prinzipien beansprucht die Nutzerzentrierung dabei den größten Raum. Dazu Dr. Markus Richter, Staatssekretär im BMI sowie Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik (CIO): “Für mich ist es wichtig, dass unsere Verwaltung nutzerfreundlich digitalisiert wird und das bundesweit mit gleich hoher Qualität.” Der Servicestandard sei eine Handreichung, durch den die Digitalisierung an einheitlichen Qualitätskriterien ausgerichtet werden könne. Derart solle sichergestellt werden, dass die digitale Verwaltung den Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger, aber auch denen der Mitarbeiter auf Ebene von Bund, Ländern und Kommunen gerecht werde, so Richter weiter.

Standard soll mit Erfahrung wachsen

Mit dem Servicestandard reagiert die Bundesregierung auf einen Vorschlag des Nationalen Normenkontrollrates (NKR), der schon 2016 einen “Katalog verbindlicher Kriterien für mehr Nutzerorientierung” empfahl. Für die OZG-Umsetzung adaptiert, erweitert der Servicestandard zugleich dessen sogenanntes “Reifegradmodell”. Da er als ein “lebendes Dokument” konzipiert ist, soll die jetzt veröffentlichte Betaversion parallel zum jeweiligen Erfahrungsstand mitwachsen, so Josephine Bernickel, Referentin für den Servicestandard im BMI. Verantwortlich für die Weiterentwicklung zeichnet ein Expertengremium unter Leitung des BMI.  

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