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Drohnen bieten erhebliche Potenziale, auch für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Allerdings braucht es auch eine wirksame Detektion der Geräte, um Konflikte mit anderen Luftverkehrsteilnehmern zu verhindern. (Foto: BS/Fabian Horst, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Drohnen spielen bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) eine immer wichtiger werdende Rolle. Zuletzt hat etwa die Berliner Feuerwehr solche unbemannten Systeme beschafft, andere Feuerwehren besitzen sie bereits oder forschen in diesem Bereich. Auch Polizeien nutzen die Technik zunehmend.

Bei der Nutzung des Luftraums durch Drohnen kann es allerdings zu Konflikten mit anderen Teilnehmern kommen, etwa Hubschraubern. Um das zu verhindern, ist ein effektives Tracking erforderlich. Hierfür kann ein UAS (Unmanned Aircraft Systems) Traffic Management System (UTM) zum Einsatz kommen. Damit wird eine Echtzeit-Übermittlung der aktuellen Drohnenposition über das Mobilfunknetz ermöglicht. Dies ist vor allem bei Drohnenflügen außerhalb der Sichtweite des Steuerers von Bedeutung.

Abgabefrist endet im August

Um für eine stärkere Verbreitung solcher Systeme zu sorgen, hat die Droniq GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Flugsicherung (DFS) und der Deutschen Telekom, einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Im Rahmen der Aktion “Deutschland fliegt BVLOS” erhalten zehn Interessenten, die ein konkretes Vorhaben verfolgen, bei dem Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite des Steuerers erforderlich sind, einen kostenfreien UTM-Zugang. Zudem bekommen sie bis Jahresende kostenlos ein Hook-on-Device (HOD) zur Drohnenortung zur Verfügung gestellt. Dafür müssen sie bis zum 31. August ihr Projekt mithilfe eines Kurzsteckbriefes beschreiben. Die von Droniq ausgewählten zehn Teilnehmer müssen dann bis Jahresende einen Ergebnisbericht vorlegen, wie sie das UTM genutzt haben und welche Erkenntnisse sie daraus für ihre Anwendung gewinnen konnten.

Die Aktion ist auf die Bundesrepublik beschränkt. Angesprochen werden sollen potenzielle Anwender aus dem BOS-Umfeld sowie der Industrie, Universitäten sowie Drohnenhersteller. Die Anwendungen müssen hierzulande durchgeführt werden und ein öffentliches oder kommerzielles Interesse verfolgen. Die Ergebnisberichte werden anhand mehrerer Kriterien bewertet. Dazu gehören unter anderem die Neuartigkeit der Anwendung, der Kundennutzen, die Skalierbarkeit sowie das Umsetzungspotenzial im Regelbetrieb. Die drei besten Einreichungen können eine UTM-Lizenz und ein HOD ab dem 1. Januar 2021 ein komplettes Jahr lang kostenfrei nutzen.

Weitere Informationen hier.

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