47 Millionen für Breitbandprojekte

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Digitalisierungsminister Thomas Strobl: "Egal ob große Backbone-Trasse, das örtliche Gewerbegebiet oder der kleinste Aussiedlerhof, wir fördern alle Projekte möglichst passgenau." (Foto: linsepc/pixabay.com)

Die Kommunen Baden-Württembergs erhalten Landesmittel in Höhe von knapp 47 Millionen Euro zum Ausbau der digitalen Infrastruktur. Vergangenen Freitag übergab Digitalisierungsminister Thomas Strobl (CDU) die Förderbescheide für 52 Breitbandprojekte. Unterstützt werden 38 Zuwendungsempfänger in 20 Landkreisen.  

Die Pandemie habe nochmals verdeutlicht, wie wichtig der Zugang zu einem schnellen Internet für alle Menschen im Land sei, erklärte der baden-württembergische Digitalisierungsminister Thomas Strobl im Rahmen der Übergabe. “Unsere Landkreise, Städte und Gemeinden haben die Bedeutung des Breitbandausbaus für Wirtschaft und Gesellschaft längst erkannt und engagieren sich tatkräftig für den Breitbandausbau. Überall im Land verschwinden die weißen Flecken immer schneller”, so Strobl. Die Weiterentwicklung der landeseigenen Förderkulisse habe es zudem möglich gemacht, dass inzwischen immer mehr Bundesmittel nach Baden-Württemberg kämen.

Über eine Milliarde Euro für die digitale Infrastruktur

Obschon die Corona-Krise die Bearbeitungsbedingungen in der letzten Zeit erschwert hätte, schreite der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Baden-Württemberg voran: Allein im ersten Halbjahr 2020 habe das Land bereits mehr als 280 Millionen Euro für rund 350 Breitbandprojekte bewilligt, heißt es aus dem Digitalisierungsministerium. Zum Vergleich: In 2019 floss lediglich ein Drittel des Betrags in den Breitbandausbau im Ländle. Bis zum Ende der Legislatur stellt die Landesregierung mehr als eine Milliarde Euro für den Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verfügung. Kommunen können bei der Kofinanzierung mit einer Zuschussquote von 90 Prozent unterstützt werden.  

Man habe das Breitbandprogramm so ausgestaltet, dass man so viele Bundesgelder wie möglich nach Baden-Württemberg holen könne. Dabei habe der Fokus stets darauf gelegen, nicht mit der Gießkanne zu fördern, sondern “möglichst passgenau”, führt der Digitalisierungsminister aus. Die höchste Fördersumme erhielt bisher der Landkreis Rottweil, der sich mit Landesmitteln in Höhe von 21,6 Millionen Euro der Schließung weißer Flecken widmet. Mit fünf Millionen Euro ging der zweithöchste Betrag an die Stadt Bad Rippoldsau-Schapbach, bei der sich der Ausbau der Infrastruktur aufgrund der dezentralen Siedlungsstrukturen besonders schwierig gestaltet.   

Einblick in die Liste bisher geförderter Gemeinden findet man hier.

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