Hinweissystem wird ausgeweitet

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Hinweise an die Polizei müssen heutzutage nicht mehr zwingend analog und mit Stift und Papier erfolgen. Sie können auch elektronisch und anonym eingereicht werden. In Baden-Württemberg ist dies nun in noch mehr Kriminalitätsfeldern möglich. (Foto: BS/Free-Photos, pixabay.com)

Das bei der baden-württembergischen Landespolizei genutzte anonyme Hinweisgebersystem wird auf die Bereiche Linksextremismus und Antisemitismus ausgedehnt. Bislang konnten über das BKMS-System Anmerkungen zu den Themen Rechtsextremismus, islamistischer Extremismus/Terrorismus, Korruption und Wirtschaftskriminalität abgegeben werden. Die Anwendung ist bereits seit 2012 beim Stuttgarter Landeskriminalamt (LKA) in der Nutzung.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte dazu: “Politisch motivierte Kriminalität bedroht den Kern unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Diese Art der Kriminalität richtet sich gegen unsere demokratischen Grundwerte und die Menschenrechte.” Um den Extremismus zu bekämpfen, sei man zwingend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Das System ist webbasiert. Dort können Bürger rund um die Uhr anonym Hinweise abgeben. Die Anonymität wird dabei technisch garantiert. IP-Adressen, Zeitstempel oder Metadaten werden nicht gespeichert. Eine Rückverfolgung auf den Absender und dessen Identität ist somit unmöglich. “Wir haben damit einen sicheren Weg für anonyme Hinweise auf Straftaten bei der Polizei in Baden-Württemberg”, so Strobl.

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