BSI will europäische IT sicher gestalten

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Die Bundesrepublik will während ihrer EU-Ratspräsidentschaft neben der Aufarbeitung der Corona-Krise auch die Digitalisierung vorantreiben. (Grafik: BS/Bundesregierung)

Zur Übernahme des Vorsitzes des Rates der Europäischen Union durch die Bundesrepublik hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den Willen bekräftigt, die transnationale Sicherheit im digitalen Raum fördern zu wollen. Neben der Bewältigung der unvorhergesehenen Corona-Krise und ihrer vielfältigen Auswirkungen sieht die Regierung sämtliche Themen rund um die Digitalisierung als einen besonderen Schwerpunkt der deutschen Ratspräsidentschaft.

Cyber-Angriffe gemeinsam bekämpfen

BSI-Präsident Arne Schönbohm betonte, dass es durch die Corona-Pandemie nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen “anderen Ländern in Europa einen erheblichen Schub der Digitalisierung gegeben” habe. “Gleichzeitig wurde schnell sichtbar, wie wichtig funktionierende und sichere IT-Systeme für die Aufrechterhaltung vieler Lebens- und Arbeitsbereiche sind. Es gilt nun, diesen Digitalisierungsschub nachhaltig auszubauen und dabei die Informationssicherheit als notwendigen Erfolgsfaktor von Beginn an zu verankern. Als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes ist es für das BSI Anspruch und Verpflichtung, dazu während der deutschen Ratspräsidentschaft Akzente zu setzen und gemeinsam mit unseren europäischen Partnern die Cyber-Sicherheit weiterhin erfolgreich zu gestalten. Cyber-Angriffe machen nicht an Landesgrenzen halt, daher müssen wir auch länderübergreifende Maßnahmen der Prävention, Detektion und Reaktion dagegensetzen”, so Schönbohm zum Auftakt der sechsmonatigen Ratspräsidentschaft.

Das BSI will das Bundesministeriums des Innern dabei unterstützen, einheitliche Mindestanforderungen bei der IT-Sicherheit bei allen auf dem europäischen Markt erhältlichen vernetzten Geräten voranzutreiben. Auch will das BSI die Entwicklung von einheitlichen Mindestsicherheitsstandards im Zertifizierungsrahmen des vor gut einem Jahr in Kraft getretenen Europäischen Rechtsakts zur Cyber-Sicherheit (Cybersecurity Act) aktiv begleiten. Darüber hinaus engagiert sich das BSI in Gesprächen zur Verankerung moderner Sicherheitstechnologien (secure elements) für Identifizierung und Authentisierung, etwa im Rahmen der eIDAS-Verordnung.

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