Masterplan zum Erhalt der Schwimmbäder

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Die DLRG macht Schwimmbadschließungen in den Kommunen mitverantwortlich für die Verschlechterung der Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung. (Foto: designermikele, pixabay.com)

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) hat eine Petition für die Aufstellung eines bundesweiten Masterplans zur Rettung der Schwimmbäder eingebracht. Der Petitionsausschuss unterstützt die Forderung und hat einstimmig eine Beschlussempfehlung an den Bundestag beschlossen, die Petition dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) “zur Erwägung” zu überweisen und sie den Länderparlamenten zuzuleiten.

Der Masterplan soll zur Erhaltung, Sanierung und Verbesserung der Schwimmbäderinfrastruktur beitragen. Dazu soll eine Gesellschaft gegründet werden, die die Sanierung der Bäder innerhalb eines Zeitrahmens von zehn Jahren koordiniert. Der Finanzbedarf in Höhe von etwa 14 Milliarden Euro soll nach Vorstellung der DLRG je zur Hälfte vom Bund und den Ländern getragen werden. Eine anhaltende Bäderschließung führe neben dem Rückgang der Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung weiterhin sukzessive zu einer Rückentwicklung der Schwimm- und Badekultur und in der Folge zu einem immer weiter reduzierten Beitrag öffentlicher Bäder zur Gesundheitsbildung, zur Standortqualität, zu gesellschaftlicher Wohlfahrt und zu gesellschaftlichem Zusammenhalt, heißt es unter anderem in der Begründung zu der Petition.

Der Erhalt der Schwimmbäderinfrastruktur stelle eine gesamtstaatliche Aufgabe dar, die nicht nur von den Ländern und Kommunen zu tragen sei, sondern bei der sich auch der Bund beteiligen sollte, da es sich um eine wichtige Aufgabe der Daseinsvorsorge handle, heißt es auch in der Vorlage des Petitionsausschusses. “Sicheres Schwimmen ist ein wichtiges Kulturgut”, schreiben die Abgeordneten. Nach Dafürhalten des Petitionsausschusses sei es nicht hinnehmbar, “dass in einem hochzivilisierten Land wie Deutschland viele Kinder aufgrund des fehlenden Zugangs zu einem Schwimmbad nicht mehr schwimmen lernen”.

Da dringender Handlungsbedarf bestehe, begrüßt der Petitionsausschuss ausdrücklich die Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe und befürwortet es, wenn sich Bund, Länder, Kommunen, kommunale Spitzenverbände und Vereine wie die DLRG, zeitnah an einen “Runden Tisch” setzen würden, um gemeinsam ein nachhaltiges Konzept und einen bundesweiten Masterplan zur flächendeckenden Sicherstellung der Schwimmbadversorgung zu erarbeiten.

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